Flüchtlingslager bei Dünkirchen mit 1800 Menschen geräumt

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    Frankreich,

    Ein wildes Flüchtlingslager bei Dünkirchen wurde am Freitag geräumt. Rund 1800 befanden sich dort, die meisten unter ihnen waren Kurden aus dem Irak.

    Französische Polizisten (r) beobachten, wie Menschen das  Flüchtlingslager in Grande-Synthe bei Dünkirchen  verlassen.
    Französische Polizisten (r) beobachten, wie Menschen das Flüchtlingslager in Grande-Synthe bei Dünkirchen verlassen. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Wieder einmal räumten Behörden ein wildes Flüchtlingslager bei Dünkirchen.
    • Die Mehrheit der 1800 Flüchtlinge dort sind Kurden aus dem Irak.

    Zum dritten Mal innerhalb von sieben Wochen haben die französischen Behörden ein wildes Flüchtlingslager bei Dünkirchen am Ärmelkanal geräumt. Rund 1800 Menschen sollten aus dem Lager in der Gemeinde Grande-Synthe in andere Unterkünfte in Nordfrankreich gebracht werden, wie die Präfektur am Freitag mitteilte. Frankreichs neuer Innenminister Christophe Castaner hatte angekündigt, solche Ansiedlungen künftig nicht mehr zu dulden.

    In dem Lager hielten sich nach Angaben der Behörden mehrheitlich aus dem Irak geflohene Kurden auf. Unter den Migranten seien auch viele Familien. Mit der Auflösung des Lagers solle der «Menschenhandel» durch Schleuser unterbunden werden, erklärte die Präfektur. Die meisten Flüchtlinge hoffen, von Nordfrankreich aus nach Grossbritannien zu gelangen.

    Reguläre Unterkünfte fehlen

    Flüchtlingsorganisationen äusserten sich kritisch über die Räumung des Lagers. «Wir wissen genau, dass einige der Menschen wiederkommen werden», erklärte die Organisation Drop. Es gebe zu wenig reguläre Unterkünfte in Frankreich. Die hygienischen Zustände in dem nun aufgelösten Camp seien aber unhaltbar gewesen, sagten die Helfer: Es habe dort weder Duschen noch Toiletten gegeben.

    Anfang und Ende September hatten die Behörden ähnliche Flüchtlingsansiedlungen mit jeweils rund 500 Menschen bei der Hafenstadt Dünkirchen geräumt.

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