Fall Nawalny: Berliner Justiz soll Rechtshilfeersuchen prüfen

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Deutschland,

    Im Fall des vergifteten Kremlkritikers Alexej Nawalny soll die Berliner Justizverwaltung ein zweites Rechtshilfeersuchen der russischen Behörden prüfen.

    Alexej Nawalny
    Alexej Nawalny in der zentralen Wahlkommission in Moskau. (Archivbild) - Dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Berliner Justizverwaltung soll zweites Rechtshilfeersuchen der russischen Behörden prüfen.
    • Es wurde bereits formal geprüft, dabei wurden keine Hindernisse festgestellt.
    • Nach der Prüfung soll die Bundesregierung über eine mögliche Bewilligung entscheiden.

    Zuvor hatte die Bundesregierung das Ersuchen formal geprüft und keine offensichtlichen Hindernisse festgestellt. Für die weitere inhaltliche Prüfung sei das Land verantwortlich, bevor die Bundesregierung später über eine mögliche Bewilligung entscheide.

    Es werde noch am Freitag an die Behörde weitergeleitet, sagte eine Sprecherin des Bundesjustizministeriums in Berlin.

    Nach früheren Berichten will Russland eigene Ermittler zu möglichen Befragungen des Oppositionellen Nawalny entsenden, der in der Berliner Charité behandelt wurde. Aus Nawalnys Umfeld war eine Beteiligung russischer Ermittler an Befragungen zuvor bereits ausgeschlossen worden.

    Nawalny-Vergiftung

    Nawalny war im August auf einem Inlandsflug in Russland zusammengebrochen. Kurz darauf wurde der 44-Jährige auf Drängen seiner Familie nach Deutschland ausgeflogen und in der Berliner Charité behandelt. Wochenlang lag er in einem künstlichen . Nach Angaben von Speziallaboren wurde er mit einem international verbotenen Nervenkampfstoff der -Gruppe vergiftet. Russland weist bisher alle Vorwürfe zurück, in den Fall verwickelt zu sein.Nawalny-Vergiftung

    Nawalny war im August auf einem Inlandsflug in Russland zusammengebrochen. Kurz darauf wurde der 44-Jährige auf Drängen seiner Familie nach Deutschland ausgeflogen und in der Berliner Charité behandelt. Wochenlang lag er in einem künstlichen Koma. Nach Angaben von Speziallaboren wurde er mit einem international verbotenen Nervenkampfstoff der Nowitschok-Gruppe vergiftet. Russland weist bisher alle Vorwürfe zurück, in den Fall verwickelt zu sein.

    Nawalny wurde inzwischen aus der Charité entlassen und will nach Angaben einer Sprecherin weiter in Deutschland an seiner vollständigen Genesung arbeiten. Das könne mehrere Wochen oder Monate dauern.

    Kommentare

    Weiterlesen

    Guy Parmelin Rücktritt
    31 Interaktionen
    Rücktritt
    Marcel Dettling Guy Parmelin
    1'305 Interaktionen
    Rücktritt Parmelin

    MEHR IN NEWS

    basler
    «Selbst schuld»
    Swiss
    3 Interaktionen
    Zürich

    MEHR AUS DEUTSCHLAND

    2 Interaktionen
    Unna/Hagen
    Audi
    9 Interaktionen
    Allrounder
    Skoda Kamiq
    6 Interaktionen
    Problem mit Lenkung
    Deutsche Polizei
    1 Interaktionen
    In Deutschland