Ex-Wirecard-Vorstand Marsalek in Spionage verwickelt

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    Grossbritannien,

    Die Schlagzeilen um den früheren Wirecard-Manager Jan Marsalek reissen nicht ab. Nun gibt es Hinweise, dass er für den russischen Geheimdienst tätig war.

    Jan Marsalek wurde durch den Skandal um Wirecard bekannt.
    Jan Marsalek wurde durch den Skandal um Wirecard bekannt. - Sven Hoppe/dpa/dpa-tmn

    Der frühere Wirecard-Manager und Justizflüchtige Jan Marsalek wird von britischen Ermittlern verdächtigt, Teil eines Spionagenetzwerks für Russland gewesen zu ein. Das geht aus einer Mitteilung der britischen Staatsanwaltschaft hervor. Zuvor hatte das Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» über die Vorwürfe berichtet.

    Demnach soll Marsalek eine zentrale Rolle als Vermittler zwischen Moskau und einer Gruppe von Bulgaren gespielt haben, die sich als mutmassliche russische Spione in London vor Gericht verantworten müssen. Eine erste Anhörung dazu sollte am Westminster Crown Court in London stattfinden.

    Marsalek soll sich in Russland befinden

    Marsalek war früher Vertriebsvorstand des Finanzdienstleisters Wirecard, ist seit Längerem abgetaucht und wird in Russland vermutet. Er gilt als Hauptverdächtiger im Wirecard-Skandal.

    Marsalek verantwortete das Geschäft mit sogenannten Drittpartnerfirmen – externen Zahlungsdienstleistern, die im Wirecard-Auftrag Kreditkartenzahlungen überwiegend in Asien abwickelten oder abgewickelt haben sollen.

    Im Sommer 2020 war der einstige Dax-Konzern zusammengebrochen, weil 1,9 Milliarden Euro angeblicher Erlöse aus diesem Drittpartnergeschäft nicht auffindbar waren. Marsalek hatte sich daraufhin ins Ausland abgesetzt, als sich der Kollaps des Konzerns abzeichnete.

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