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    EU will russische Staatsmedien RT und Sputnik verbieten

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    Deutschland,

    Seit Jahren verbreiten russische Medien wie RT Propaganda und Desinformationen in Deutschland und anderen Ländern. Die EU-Kommission will sich das nicht länger bieten lassen.

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    Im Kampf gegen russische Propaganda hat die EU die russischen Staatsmedien RT und Sputnik verboten. Foto: Pavel Golovkin/AP/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Im Kampf gegen russische Propaganda will die EU die russischen Staatsmedien RT und Sputnik verbieten.

    Diese würden nicht länger in der Lage sein, Lügen zu verbreiten, um den Krieg des russischen Präsidenten Wladimir Putin gegen die Ukraine zu rechtfertigen und Spaltung in der EU zu säen, sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Sonntag in Brüssel.

    Die deutsche Politikerin sagte, man arbeite an Instrumenten, die «giftigen und schädlichen Desinformationen in Europa» zu verbieten. Sie sprach von einem einmaligen Schritt. Das Verbot solle auch die Tochtergesellschaften von RT und Sputnik betreffen.

    Der EU-Aussenbeauftragte Josep Borrell sagte, man kämpfe seit 2015 gegen Desinformationen. «Heute unternehmen wir einen entscheidenden Schritt, um der russischen Informationsmanipulation den Hahn zuzudrehen.» Details etwa zum Zeitrahmen oder dem Vorgehen gegen beide Medien nannten allerdings weder von der Leyen noch Borrell.

    Auch auf Nachfrage sagte Borrell lediglich, es gebe technische Wege, die Ausstrahlung von RT und Sputnik in der EU zu verbieten. Sie seien die «Champions der Informationsmanipulation». Nach einer Videokonferenz der EU-Aussenminister sagte der Spanier: «Wir müssen dem vom russischen Staat gesteuerten Narrativ entgegentreten, denn die Desinformation wird immer massiver und entwickelt sich nun zu einer vollwertigen Kriegspropaganda.» Der russische Präsident Wladimir Putin wolle nicht nur Raum, sondern auch die Köpfe der Menschen erobern.

    Als Propagandainstrument in der Kritik

    RT steht im Westen immer wieder als Propagandainstrument des Kremls in der Kritik. Zentraler Vorwurf ist, dass der Sender im Auftrag des russischen Staates Verschwörungserzählungen und Desinformationen verbreite. RT weist das zurück. Der Sender hat mehrere fremdsprachige Programme im Portfolio.

    Der österreichische Ableger der Deutschen Telekom nahm RT bereits aus dem Programm. «Die Verbreitung des Senders RT "Russia Today" wird auf allen Magenta TV Plattformen bis auf weiteres ausgesetzt», gab die Magenta Telekom am Sonntag in Wien bekannt. Medienministerin Susanne Raab begrüsste die Entscheidung. «RT verbreitet russische Kriegspropaganda in Europa und auch in Österreich», sagte die Politikerin der konservativen ÖVP.

    Der englischsprachige Nachrichtenkanal von RT war bis Sonntag Teil des Angebots von Magenta, einem der grössten Anbieter von Kabel-TV in Österreich. Obwohl Magenta eine neutrale Plattform sei, habe man sich letztlich doch zu dem Schritt entschieden, hiess es aus Unternehmenskreisen gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Es habe dazu auch Gespräche mit der Regierung gegeben, politischer Druck sei aber nicht ausgeübt worden.

    Die deutschen Medienregulierer hatten RT zuletzt ein Sendeverbot für das deutschsprachige TV-Programm erteilt. Sie nannten als Grund das Fehlen einer Rundfunklizenz für Deutschland. RT DE hatte sein deutschsprachiges Programm Mitte Dezember über mehrere Verbreitungswege gestartet. In Deutschland benötigt man für bundesweite TV-Programme eine Rundfunklizenz.

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