EU

    EU-Kommission will Bio-Landwirtschaft und -Konsum ankurbeln

    DPA
    DPA

    Deutschland,

    Die EU will die Landwirtschaft, die zu den Hauptursachen für den Verlust der Biodiversität zählt, umweltfreundlicher machen. Auch für niedrige Einkommen sollen Bio-Lebensmittel erschwinglich werden.

    Die Produktion von Eiern aus Freilandhaltung und ökologischer Erzeugung in Deutschland wächst weiter kräftig. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa
    Die Produktion von Eiern aus Freilandhaltung und ökologischer Erzeugung in Deutschland wächst weiter kräftig. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Mit einem Aktionsplan für Bio-Landwirtschaft will die EU-Kommission die Produktion und den Konsum von umweltfreundlicheren Lebensmitteln steigern.

    So soll Bio-Essen auch für Menschen mit niedrigem Einkommen bezahlbar werden und stärker in Schulen angeboten werden, wie die Brüsseler Behörde am Donnerstag mitteilte. Auch die Rückverfolgbarkeit von Lebensmitteln soll durch die Entwicklung einer Datenbank verbessert werden. Zudem soll ein EU-Bio-Tag eingeführt sowie der Bio-Tourismus gefördert werden.

    Bis 2030 soll ein Viertel der in der Agrar-Fläche in der EU für Bio-Landwirtschaft genutzt werden. Der zuständige EU-Kommissar Janusz Wojciechowski sagte, er sei fest davon überzeugt, dass dieses Ziel erreicht werden könne. Marlene Mortler, Europaabgeordnete und CSU-Agrar- und Ernährungspolitikerin, bezeichnete dieses Ziel als ambitioniert.

    Derzeit bestehen in den EU-Ländern grosse Unterschiede was den Anteil der Bio-Landwirtschaftsfläche betrifft: Laut der Statistikbehörde Eurostat war Österreich 2019 mit einem Anteil von 25,3 Prozent Spitzenreiter. Schlusslichter sind Malta (0,5 Prozent) gefolgt von Irland (1,6) und Bulgarien (2,3). Deutschland liegt mit 7,7 Prozent im unteren Mittelfeld.

    Finanziert werden sollen die Ziele des Aktionsplans etwa durch bereits vorhandene Instrumente. Die Massnahmen zum Erreichen dieser Ziele sollen die EU-Länder vor allem selbst festlegen. «Die Landwirtschaft ist eine der Hauptursachen für den Verlust an Biodiversität», sagte EU-Kommissionsvize Frans Timmermans. Nach Angaben der EU-Kommission weisen biologisch bestellte Felder rund 30 Prozent mehr Biodiversität auf. Zudem gelten höhere Tierschutzstandards und es werden weniger Antibiotika gegeben.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    fd
    282 Interaktionen
    Kleider & Luxus
    Russland
    148 Interaktionen
    Fall auch in Schweiz

    MEHR IN NEWS

    Lengwil TG
    Lengwil TG
    Waldstatt AR
    Waldstatt AR
    Altstätten SG
    Altstätten SG

    MEHR EU

    eu brüssel
    33 Interaktionen
    Brüssel
    von der leyen
    46 Interaktionen
    Brüssel
    41 Interaktionen
    Brüssel
    kreuzfahrten
    4 Interaktionen
    Brüssel

    MEHR AUS DEUTSCHLAND

    Leinfelden-Echterdingen
    Hubert Aiwanger
    Aiwanger-Details
    volley
    Beachvolley-Star
    Christian Freuding
    18 Interaktionen
    Berlin