EU

    EU-Chefdiplomat verurteilt Israels Vorgehen gegen Diplomaten

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Belgien,

    Josep Borrell hat sich zu Israels Vorgehen gegen die Diplomaten geäussert.

    Josep Borrell
    Josep Borrell, EU-Aussenbeauftragter. (Archivbild) - keystone

    Der EU-Aussenbeauftragte Josep Borrell hat scharfe Kritik an Israels Vorgehen gegen acht entsandte Vertreter Norwegens geübt. Dass die israelische Regierung den Personen den Diplomatenstatus entzogen habe, widerspreche in Oslo vereinbarten Abkommen zur Lösung des Nahost-Konflikts und störe die Beziehungen und die Zusammenarbeit mit der Palästinensischen Autonomiebehörde, liess der Spanier in Brüssel mitteilen. Er verurteile diese unbegründete Entscheidung aufs Schärfste.

    Laut Borrell wurde diese Position auch über den Leiter der EU-Delegation in Tel Aviv der israelischen Regierung übermittelt. «Dies ist keine bilaterale Frage zwischen Israel und Norwegen, sondern eine von Interesse für alle, die sich für Frieden und Stabilität im Nahen Osten einsetzen», erklärte er. Norwegen habe bislang eine wichtige Rolle im Nahost-Friedensprozess und bei der Unterstützung der palästinensischen Bevölkerung gespielt.

    Das israelische Aussenministerium hatte zuvor mitgeteilt, Aussenminister Israel Katz habe Norwegen informiert, dass er den diplomatischen Status norwegischer Vertreter in Israel aufhebe, die für die palästinensischen Gebiete zuständig seien. «Wer uns angreift und eine einseitige Politik gegen uns verfolgt, wird den Preis zahlen», sagte Katz den Angaben zufolge.

    Zur Begründung war von «einer Reihe antiisraelischer und einseitiger Schritte der norwegischen Regierung» die Rede. Im Mai hatte Norwegen wie Spanien und Irland beschlossen, einen palästinensischen Staat anzuerkennen.

    Der norwegische Aussenminister Espen Barth Eide nannte den Schritt Israels einen «extremen Akt» und erklärte, dass er den diplomatischen Vertreter Israels in Oslo ins Aussenministerium einberufen habe.

    Die palästinensische Autonomiebehörde war auf der Basis der sogenannten Osloer Verträge gegründet worden, die Israel und die Palästinenser 1993 nach geheimen Gesprächen in der norwegischen Hauptstadt geschlossen hatten. Das skandinavische Land spielt seitdem eine wichtige Rolle in der Region.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    User #4207 (nicht angemeldet)

    Josep Borrell Aufgrund einer Kontroverse über eine nicht offengelegte, mit 300.000 Euro pro Jahr dotierte Aufsichtsratsmitgliedschaft beim Energiekonzern Abengoa musste Borrell zum Ende des akademischen Jahres 2012 sein Amt als EUI-Präsident aufgeben 2018 hatte er nochmals einen kleinen Skandal. Seither ist er für die EU tätig

    User #2011 (nicht angemeldet)

    Die Lösung wird es nie geben.

    Weiterlesen

    Josep Borrell
    11 Interaktionen
    Gegentreffen in Brüssel
    Josep Borrell
    13 Interaktionen
    Orbans Alleingang

    MEHR IN NEWS

    naters
    8 Interaktionen
    Verurteilt
    Rüschlikon ZH
    Rüschlikon ZH
    Emmenbrücke LU
    1 Interaktionen
    Emmenbrücke LU
    Motorrad
    2 Interaktionen
    Luzern

    MEHR EU

    5 Interaktionen
    Brüssel
    22 Interaktionen
    Bern
    Andy Burnham
    10 Interaktionen
    Burnham
    Studierende Hörsaal
    9 Interaktionen
    Aus Schweiz und EU

    MEHR AUS BELGIEN

    eu
    3 Interaktionen
    Brüssel
    EU Ceuta Frontex
    Nach Ceuta
    Zizou
    4 Interaktionen
    Auch Italien siegt
    hitze
    1 Interaktionen
    EU