Erntebeginn für Champagner-Trauben dieses Jahr so früh wie nie

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    Frankreich,

    Die Ernte der Trauben für Champagner hat dieses Jahr so früh begonnen wie noch nie. Trotz einer voraussichtlich geringen Erntemenge rechnen die Produzenten mit einer guten Qualität.

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    Die Ernte der Trauben für Champagner hat dieses Jahr so früh begonnen wie noch nie. (Symbolbild) - keystone

    Grund dafür sei die seit Anfang des Jahres verzeichnete Rekordhitze, die den Reifeprozess der Rebsorten beschleunigt habe, sagte David Chatillon, Vizepräsident des Verbands der Champagner-Winzer. Die Organisation veröffentlichte am Mittwoch die Startdaten der Weinlese in verschiedenen Gemeinden des Anbaugebiets. In einzelnen Gebieten hatte die Ernte allerdings bereits in der vergangenen Woche begonnen.

    Seit den 1980er-Jahren verschieben sich die Erntezeiten im Kalender immer weiter nach vorne – ein deutliches Anzeichen für die globale Erwärmung. Im Durchschnitt beginnt die Weinlese heute etwa zwei Wochen früher als vor zwanzig Jahren.

    Qualitativ sieht es dieses Jahr gut aus, allerdings wird eine verhältnismässig geringe Erntemenge erwartet. Im Frühjahr waren fast 40 Prozent der Knospen in den Weinbergen der Champagne einer Frostperiode zum Opfer gefallen. Auch die Trockenheit spielt eine Rolle: «Durch den Wassermangel sind die Trauben nicht so prall wie üblich, sie wiegen weniger», sagte Chatillon.

    Das französische Landwirtschaftsministerium hat deshalb in einem Sondererlass festgelegt, dass Champagnerproduzenten in diesem Jahr bis zu 15 Prozent Most zukaufen dürfen. Normalerweise liegt die Quote bei fünf Prozent.

    Champagner kommt ausschliesslich aus einem abgegrenzten Gebiet im Nordosten Frankreichs und wird aus Trauben aus dem Weinbaugebiet Champagne hergestellt. Die Handlese ist obligatorisch, hinzu kommen weitere Vorschriften. Champagner gilt weithin als besonders festliches Getränk.

    Schaumweine, die ausserhalb der Champagne mit der auch für Champagner vorgeschriebenen Flaschengärung hergestellt werden, dürfen nicht Champagner genannt werden. Je nach Herkunft tragen sie andere Bezeichnungen, etwa Spumante Metodo Classico in Italien oder Hauersekt in Österreich.

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    Kommentare

    User #4923 (nicht angemeldet)

    Oh, man darf das kommentieren?

    User #9916 (nicht angemeldet)

    Der Zucker/Öchsle steigt schneller aber die Aromen leider nicht und da der Champagner eine zweite Gärung durchmacht, darf der Jungwein nicht zu süss sein und muss (zu) früh geerntet werden.

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