Gazprom

    Erdgastransit: Ukrainischer Gaskonzern Naftogaz klagt gegen Gazprom

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    Ukraine,

    Der ukrainische Gaskonzern Naftogaz verklagt den russischen Konzern Gazprom. Grund sind wegfallende Transitgebühren.

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    Blick auf das Logo des Gaskonzerns Naftogaz in Kiew. - Str/Zuma Press/dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Naftogaz zieht gegen Gazprom vor Gericht.
    • Der ukrainische Staatskonzern fordert, die wegfallenden Gebühren zu bezahlen.
    • Seit Mai hat Gazprom seinen Transit reduziert.

    Der ukrainische Staatskonzern Naftogaz hat den russischen Gaskonzern Gazprom wegen weggefallener Transitgebühren verklagt. «Wir fordern von Gazprom, in vollem Umfang zu bezahlen», schrieb Naftogaz-Chef Jurij Witrenko am Freitag bei Facebook. Das russische Unternehmen habe seit Mai seinen Transit reduziert und daher weniger überwiesen.

    Der 2019 unterzeichnete Vertrag sehe jedoch in einer Klausel eine Mindesttransitmenge vor. Diese müsse unabhängig vom realen physischen Transport bezahlt werden.

    Ähnlicher Fall bereit im Jahr 2019

    Der Gerichtsstandort ist Zürich. 2019 hatte Naftogaz in einem ähnlichen Fall bereits umgerechnet über drei Milliarden Euro von Gazprom vor einem schwedischen Schiedsgericht erstritten.

    Eine Gasleitung von Naftogaz in der Ukraine.
    Eine Gasleitung von Naftogaz in der Ukraine. - Keystone

    Trotz des laufenden russischen Angriffskrieges hat die Ukraine seit dem 24. Februar über 12,4 Milliarden Kubikmeter russisches Erdgas in Richtung Westen transportiert. Im Mai wurde dann der Erdgastransit über das von Russland besetzte Gebiet Luhansk eingestellt. Kiew und Moskau warfen sich gegenseitig vor, dafür verantwortlich zu sein.

    Den ukrainischen Angaben zufolge will Moskau darüber hinaus den Transit über das unter ukrainischer Kontrolle stehende Gebiet Sumy nicht erhöhen. Täglich fliessen etwas mehr als 40 Millionen Kubikmeter über die Messstation Sudscha in die Ukraine und weiter nach Westen.

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