Diese Anschläge auf Weihnachtsmärkte gab es bereits

    Keystone-SDA
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    Deutschland,

    Der Angriff auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt sorgt weltweit für Entsetzen. Weihnachtsmärkte gelten seit Jahren als schwer zu sichernde Anschlagsziele.

    Weihnachtsmärkte
    2024 gab es vermehrt Anschläge auf Weihnachtsmärkte. - Keystone

    Der Angriff auf den deutschen Weihnachtsmarkt in Magdeburg vom Freitagabend hat weltweit für Entsetzen gesorgt. Solche Märkte gelten seit Jahren als potenzielles Anschlagsziel, da sie nur schwer zu sichern sind. Ein Überblick über Anschläge und Angriffspläne auf Weihnachtsmärkte in Deutschland und Frankreich:

    Dezember 2024: Magdeburg

    Ein Mann rast am 20. Dezember mit einem Auto mindestens 400 Meter über den Magdeburger Weihnachtsmarkt. Fünf Menschen werden getötet, darunter ein neunjähriges Kind. Mehr als 200 weitere Menschen werden verletzt, dutzende von ihnen schwer.

    2024
    Im Jahr 2024 gab es mehrere Anschläge auf Weihnachtsmärkte. - Keystone

    Der Verdächtige wird festgenommen, er gilt als Einzeltäter. Bei ihm handelt es sich um den 50-Jährigen Arzt Taleb A. aus Saudi-Arabien, der seit 2006 in Deutschland lebt.

    A. war als Islam-Kritiker aktiv und sympathisierte mit der AfD. Mögliches Motiv laut den Ermittlern: «Unzufriedenheit mit dem Umgang mit saudiarabischen Flüchtlingen» in Deutschland.

    Dezember 2018: Strassburg

    Der polizeibekannte Gefährder Cherif Chekatt schiesst am 11. Dezember auf dem Weihnachtsmarkt und in der Altstadt um sich, er tötet fünf Menschen. Chekatt, der sich zur Dschihadistenmiliz Islamischer Staat bekannte, wird zwei Tage nach der Tat bei einem Schusswechsel mit der Polizei getötet.

    Ein Helfer des Attentäters wird im April 2024 zu 30 Jahren Haft verurteilt. Er hatte eingeräumt, als Mittelsmann beim Waffenkauf gedient zu haben.

    Dezember 2016: Berlin

    Der Islamist Anis Amri fährt am 19. Dezember mit einem gestohlenen Lastwagen in den gut besuchten Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz. Er tötet zwölf Menschen.

    Ein Ersthelfer stirbt Jahre später an den Folgen seiner schweren Verletzungen. Amri wird Tage später auf der Flucht in Italien erschossen.

    Teilnehmer
    Teilnehmer des Gedenkens zum 8. Jahrestag des Terroranschlags auf den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz versammeln sich am Mahnmal «Goldener Riss». - KEYSTONE/DPA/Christoph Soeder

    Seither werden Weihnachtsmärkte in Deutschland stärker geschützt. Bis heute ist nicht völlig geklärt, ob die Behörden den Anschlag hätten verhindern können.

    Dezember 2016: Ludwigshafen

    Wegen mutmasslicher Anschlagspläne unter anderem auf den Weihnachtsmarkt von Ludwigshafen wird ein Zwölfjähriger festgenommen.

    Der Deutschiraker soll am 5. Dezember eine selbst gebaute Nagelbombe nahe dem Rathaus deponiert haben, die jedoch nicht detoniert.

    Auf Antrag der Eltern entscheidet ein Gericht im März 2017, ihn für ein Jahr in einer geschlossenen Einrichtung unterzubringen.

    November 2016: Paris

    Die französischen Behörden nehmen eine Gruppe mutmasslicher Islamisten fest, die womöglich einen Anschlag auf den Weihnachtsmarkt auf dem Pariser Boulevard Champs-Elysées planten.

    PAris
    Auch in Paris gab es schon Anschläge während der Weihnachtszeit. - EPA/IAN LANGSDON

    Daneben sollen sie auch andere Ziele ausgekundschaftet haben. Den Behörden zufolge wollten die Männer, die der Dschihadistenmiliz IS die Treue geschworen hatten, am 1. Dezember zuschlagen.

    Dezember 2014: Nantes

    In Nantes in Westfrankreich steuert ein Betrunkener einen Lieferwagen in einen Glühweinstand auf einem Weihnachtsmarkt. Er tötet einen 25-jährigen Passanten und verletzt neun weitere Menschen, bevor er sich selbst mit einem Messer schwer verletzt.

    Einen Terrorakt schliessen die Behörden aus. Der Mann wird zunächst in einer Psychiatrie untergebracht und nimmt sich später im Gefängnis das Leben.

    Dezember 2011: Berlin

    Ein Unbekannter bietet Besuchern von Berliner Weihnachtsmärkten Glühwein aus Pappbechern an, den er mit einer giftigen Substanz versetzt hat. Die Polizei spricht von einer Substanz aus der Gruppe der K.O.-Tropfen.

    Mehrere der zehn Opfer müssen im Krankenhaus behandelt werden. Die Polizei sucht mit einem Phantombild nach dem Täter, die mysteriösen Giftanschläge können jedoch nicht aufgeklärt werden.

    Dezember 2000: Strassburg

    Islamisten planen erstmals einen Anschlag auf den Strassburger Weihnachtsmarkt. Sie wollen mit einem zum Sprengsatz umgebauten Schnellkochtopf ein Blutbad anrichten. Der von Deutschland aus vorbereitete Anschlag der sogenannten Frankfurter Zelle wird nur knapp vereitelt.

    Vier Männer werden im März 2003 in Frankfurt am Main zu Haftstrafen von zehn bis zwölf Jahren verurteilt.

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