Deutsche Weltraum-Rakete stürzt bei Testflug ab

    Anna Baumert
    Anna Baumert, DPA

    Deutschland,

    Das deutsche Start-up Isar Aerospace hat heute erstmals seine «Spectrum»-Rakete gestartet. Nach einem erfolgreichen Start stürzte diese jedoch ab.

    Rakete Start
    Eine deutsche Weltraumrakete ist kurz nach dem Start abgestürzt. - X/spacecoastwest

    Das Wichtigste in Kürze

    • Heute ist die Weltraum-Rakete eines deutschen Start-ups zu einem Testflug aufgebrochen.
    • Nach wenigen Sekunden stürzte die Rakete jedoch ab.
    • Bei dem Flug ging es dem Unternehmen darum, Daten zu sammeln.

    Das deutsche Start-up Isar Aerospace hat heute erstmals eine Weltraumrakete von europäischem Boden aus getestet.

    Die 28 Meter lange «Spectrum»-Rakete startete gegen 12.30 Uhr vom Weltraumbahnhof Andøy in Norwegen. Sie legte auch einen erfolgreichen Start hin. Aber kurz danach stürzte sie ab, wie in der Live-Übertragung zu sehen war.

    Der Flug dauerte etwa 30 Sekunden. In den sozialen Medien verbreiten sich Aufnahmen der abstürzenden Rakete.

    Rakete
    Die Rakete von Isar Aerospace. - dpa

    Daniel Metzler, CEO und Mitgründer des Unternehmens, bezeichnete die Mission als «grossartigen Erfolg». An zwei weiteren Raketen werde bereits gearbeitet. «Isar Aerospace bereitet sich auf den nächsten Start vor.»

    Dieser Testflug habe sämtliche Erwartungen erfüllt, so Metzler. «Wir hatten einen sauberen Start, 30 Sekunden Flugzeit und konnten sogar unser Flugabbruchsystem validieren.»

    «Rakete darf explodieren»

    Es wurde bereits im Vorfeld klargestellt, dass mit dem Testflug Daten und Erfahrungen gesammelt werden sollten.

    Rakete
    In den sozialen Medien verbreiten sich Aufnahmen der abstürzenden Rakete. - X

    «Die Rakete darf explodieren, das ist im Rahmen des Testflugs sogar wahrscheinlich», sagte eine Sprecherin des Unternehmens. «Jede Sekunde, die wir fliegen, ist gut, weil wir damit Daten und Erfahrung sammeln. 30 Sekunden wären schon ein grosser Erfolg. Tatsächlich hat es noch kein Unternehmen geschafft, die erste Rakete in den Orbit zu bringen.»

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    Eigentlich hätte der erste Testflug bereits früher stattfinden sollen. Wegen schlechten Wetters wurde er jedoch verschoben.

    Isar Aerospace entwickelt Trägerraketen für die Beförderung von Satelliten in die Erdumlaufbahn. Die «Spectrum»-Rakete soll eine kommerzielle Last von 700 bis 1000 Kilo befördern können.

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    Kommentare

    User #4426 (nicht angemeldet)

    Was sagen die Grünen und Klima Kleber dazu ?

    User #762 (nicht angemeldet)

    Die ESA dürfte schon ein bisschen Know-how rüberwachsen lassen, bin ich der Meinung.

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