Deutsche und französische Soldaten gehen nach Mali

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    Frankreich,

    Rund 1300 Soldaten aus Deutschland und aus Frankreich werden nach Mali geschickt. Sie sollen dort Sicherheitskräfte ausbilden.

    Soldaten patrouillieren durch die Stadt Gao in Mali (Symbolbild).
    Soldaten patrouillieren durch die Stadt Gao in Mali (Symbolbild). - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Deutschland und Frankreich schicken rund 1300 Soldaten nach Mali.
    • Die Soldaten werden bisherige Streitkräfte vor Ort ablösen.

    Die Deutsch-Französische Brigade schickt rund 1300 Soldaten zu verschiedenen Einsätzen nach Mali. Rund 500 von ihnen wurden heute Freitag bei einem feierlichen Appell in Strassburg (FR) verabschiedet. Die deutschen Soldaten aus der binationalen Brigade bleiben sechs Monate in dem westafrikanischen Krisenstaat. Dort bilden sie im Rahmen der EU-Mission EUTM malische Sicherheitskräfte aus und beteiligen sich an der Uno-Friedensmission Minusma. Der Einsatz der französischen Streitkräfte soll vier Monate dauern.

    Bis Ende Oktober soll ein Grossteil der Truppen in Mali angekommen sein. Die Soldaten der Brigade lösen andere Streitkräfte ab, deren Einsatzzeit zu Ende geht. Insgesamt sind nach Angaben der Bundeswehr derzeit rund 1000 deutsche Soldaten in dem Krisenland stationiert.

    Der wüstenhafte Norden Malis ist Rückzugsgebiet mehrerer mit Al-Kaida verbundener islamistischer Terrororganisationen. Islamisten kontrollieren dort und im Zentrum des Landes weite Landstriche. Stabilität in Mali zu erreichen, ist für Deutschland ein wichtiges Anliegen: Der Staat ist ein Transitland für Migranten und der Norden könnte bei einem Staatszerfall zu einer Hochburg für radikale Islamisten aller Art werden – in unmittelbarer Nähe des Mittelmeerlandes Algerien.

    Die Deutsch-Französische Brigade wurde 1989 gegründet. Sie setzt sich aus rund 5600 Soldaten aus beiden Ländern zusammen und hat Standorte in Baden-Württemberg und Frankreich. Soldaten der Brigade sind bereits viele Male zu Auslandseinsätzen ausgerückt – unter anderem in Bosnien, Afghanistan und im Kosovo.

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