Ukraine-Krise belastet erneut den Dax

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    Der Dax hat am Donnerstag etwas unter wieder aufgeflammten Sorgen wegen einer Eskalation des Ukraine-Kriegs gelitten.

    Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland. Foto: Fredrik von Erichsen/dpa
    Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland. Foto: Fredrik von Erichsen/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Nervosität am Markt hatte am Nachmittag spürbar zugenommen.

    Der deutsche Aktienindex schloss 0,67 Prozent tiefer bei 15.267,63 Punkten und knüpfte damit an seine Vortagesverluste an. Der MDax der mittelgrossen Werte gab um 0,43 Prozent auf 33.389,03 Punkte nach.

    Die Nervosität am Markt hatte am Nachmittag spürbar zugenommen. Die Furcht vor einem russischen Angriff auf die Ukraine wächst trotz aller Beteuerungen aus Moskau, dies nicht tun zu wollen. US-Präsident Joe Biden sagte, die Gefahr einer Invasion sei «sehr hoch». Nach seiner Einschätzung kann es «in den nächsten paar Tagen» dazu kommen.

    Unabhängig davon zog die Berichtssaison der Unternehmen die Aufmerksamkeit auf sich. So wird RWE dank der hohen Energiepreise optimistischer für das laufende Jahr. Der Energiekonzern erhöhte seine Ergebnisprognose und schob damit den Aktienkurs an der Dax-Spitze mit plus 4,7 Prozent an.

    Continental beflügelten Gedankenspiele zu einer weiteren Aufspaltung des Konzerns. Laut dem «Manager-Magazin» gibt es bereits einen Plan für vier eigenständige Teilbereiche. Die Papiere des Autozulieferers zogen um mehr als drei Prozent an.

    Die Geschäftszahlen und den Ausblick der Commerzbank nannte ein Händler besser als erwartet. Die Anteilscheine gewannen als stärkster Wert im MDax gut drei Prozent. Die Bank peilt nun auch eine steigende Gewinnbeteiligung für die Aktionäre an.

    Gerresheimer indes nutzten optimistischere Margenerwartungen nichts. Die Aktien des Spezialverpackungsherstellers verloren am Index-Ende mehr als drei Prozent, der Abwärtstrend bleibt intakt.

    Trotz übertroffener Erwartungen für 2021 bleibt das Technologieunternehmen PVA Tepla mit Blick auf das laufende Jahr vorsichtig. Im vergangenen Jahr profitierte der Konzern vom Halbleiterboom und übertraf die selbst gesteckten Ziele. Die Papiere fielen im Nebenwerteindex SDax um viereinhalb Prozent.

    Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gab um 0,58 Prozent auf 4113,19 Punkte nach. Der französische Cac 40 fiel um 0,3 Prozent und der Londoner FTSE 100 um 0,9 Prozent. In New York stand der Dow Jones Industrial zum europäischen Handelsschluss rund ein Prozent tiefer.

    Der Euro-Kurs gab nach. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1370 (Mittwoch: 1,1372) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8795 (0,8794) Euro. Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von 0,18 Prozent am Vortag auf 0,15 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,27 Prozent auf 141,22 Punkte. Der Bund-Future gewann zuletzt 0,31 Prozent auf 165,86 Zähler.

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