Darum müssen farbige Gläser ins grüne Altglas

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    Deutschland,

    Es ist logisch: Weisses Altglas kommt in den Container für weisses Glas, braunes in den fürs Braune. Doch wohin gehört blaues Altglas – und warum kann ich es nicht einfach in irgendeine Tonne werfen?

    Das gehört nicht zusammen: Es gibt gute Gründe, warum man grünes, braunes, weisses und andersfarbiges Glas in den allermeisten Fällen voneinander trennen sollte.
    Das gehört nicht zusammen: Es gibt gute Gründe, warum man grünes, braunes, weisses und andersfarbiges Glas in den allermeisten Fällen voneinander trennen sollte. - Marijan Murat/dpa/dpa-tmn

    Das Wichtigste in Kürze

    • Es gibt einen guten Grund, warum man beim Entsorgen von Altglas die verschiedenen Container nutzen sollte.

    «Gerät zum Beispiel ein farbiges Glas zwischen das Weissglas, verfärbt sich das gesamte Glas beim Einschmelzen und der Wiedereinsatz ist nur noch sehr beschränkt möglich», sagt Axel Subklew, Sprecher der Initiative «Mülltrennung wirkt».

    Grünes Glas gehört ins Grünglas, braunes in den braunen Container und durchsichtiges in den weissen Container: Eigentlich ist das Entsorgen von Altglas gar nicht so schwierig. Aber was ist mit zum Beispiel blauen oder roten Flaschen?

    Sie müssen ins Grünglas. Denn beim Einschmelzen und Recyceln kann Grünglas mit andersfarbigem Glas vermischt werden, ohne dass die Farbe beeinträchtigt wird.

    Der Deckel kann drauf bleiben

    Übrigens: Deckel müssen nicht abgeschraubt werden. Die Sortieranlagen können sie entfernen, so die Initiative der dualen Systeme in Deutschland, die mit ihren Dienstleistern aus der Entsorgungs- und Recyclingbranche die Sammlung, Sortierung und Verwertung der Abfälle organisieren.

    Es können alle leeren Verpackungen aus Glas im Container landen. Also auch Öl-, Ketchup- und Sossen-Flaschen, Rotkohl-, Gurken- oder Marmeladengläser, aber auch Cremetiegel, Parfümflakons und Verpackungen für Medikamente wie leere Hustensaft-Flaschen.

    Kaputte Trinkgläser gehören in den Restmüll

    Andere Glasprodukte gehören aber nicht ins Altglas: Kaputte Trinkgläser, leergebrannte Kerzengläser zum Beispiel, genauso wenig wie zerbrochene Fensterscheiben oder Spiegel-Splitter. In der Regel handelt es sich dabei um andere Glasarten mit unterschiedlicher Beschaffenheit. Ihre Schmelzpunkte sind daher anders, sie können nicht gemeinsam verwertet werden.

    Sie werden am besten beim Wertstoffhof abgegeben oder, wenn es sich um kleinere Gegenstände handelt, in der Restmülltonne entsorgt.

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