Corona-Lage in Italien spitzt sich zu

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    Italien,

    Auch in Italien spitzt sich die Corona-Lage wieder zu. In einzelnen Landesteilen sollen wieder striktere Einschränkungen verhängt werden.

    dpatopbilder - Ein Freiwilliger reicht einem Obdachlosen mit Mund-Nasen-Schutz Essen. Landesweit in Italien sind verschärfte Corona-Schutzvorschriften in Kraft getreten. Foto: Antonio Calanni/AP/dpa
    dpatopbilder - Ein Freiwilliger reicht einem Obdachlosen mit Mund-Nasen-Schutz Essen. Landesweit in Italien sind verschärfte Corona-Schutzvorschriften in Kraft getreten. Foto: Antonio Calanni/AP/dpa - sda - Keystone/AP/Antonio Calanni

    Das Wichtigste in Kürze

    • Wegen der zugespitzten Corona-Lage will Italien teils striktere Einschränkungen verhängen.
    • Ligurien, Abruzzen und die Toscana sollen zur sogenannten orangen Zone erklärt werden.

    Wegen der sich zuspitzenden Corona-Lage will Italien in einigen Landesteilen striktere Einschränkungen verhängen. Die Region Ligurien im Nordwesten und die Abruzzen in Mittelitalien sollen am Mittwoch zu sogenannten orangen Zonen erklärt werden, wie die dortigen Präsidenten auf Twitter schrieben.

    Auch die beliebte Urlaubsregion Toskana soll dem Bürgermeister von Florenz, Dario Nardella, zufolge in diese Kategorie fallen. Die Nachrichtenagentur Ansa nannte zudem die Basilikata und Umbrien als weitere Kandidaten.

    Coronavirus - Italien
    Die Terrasse eines Restaurants am Domplatz ist menschenleer. Die italienische Region Lombardei hat wegen der stark steigenden Corona-Zahlen nächtliche Ausgangsverbote für die rund zehn Millionen Bürger erlassen. - dpa

    Das Land mit rund 60 Millionen Einwohnern ist in drei Corona-Zonen eingeteilt, wobei in den roten Zonen die striktesten Massnahmen gelten.

    Orange ist die mittlere, gelb die niedrigste Stufe. In orangen Gebieten müssen Restaurants und Bars den ganzen Tag über geschlossen bleiben. Ausserdem ist es verboten, sich zwischen verschiedenen Regionen und Kommunen zu bewegen. Ausnahmen gelten für die Fahrt zur Arbeit oder Reisen aus gesundheitlichen Gründen.

    Experten sprechen sich für strengere Beschränkungen aus

    Experten des Gesundheitsministeriums sprechen sich für noch strengere Beschränkungen aus. «Die epidemiologische Situation verschlechtert sich weiter in unserem Land», sagte Experte Giovanni Rezza. Das rechtfertige restriktivere Eingriffe, besonders für die schwer betroffenen Regionen.

    coronavirus
    Giuseppe Conte, Ministerpräsident von Italien, im Parlament. - Keystone

    Auf 100'000 Menschen kamen vom 19. Oktober bis 1. November durchschnittlich etwas mehr als 500 Corona-Fälle. In der Zeit vom 15. bis 28. Oktober habe jeder Infizierte im Schnitt 1,7 andere Menschen angesteckt. Der Vergleich mit deutschen Zahlen ist wegen der unterschiedlichen Erhebungszeiträume schwierig.

    Am Montag hatten die Gesundheitsbehörden knapp 25'300 neue Corona-Infektionen und 356 Tote binnen 24 Stunden gemeldet. Die Zahlen der Neuinfektionen fallen montags wegen weniger Testkapazitäten am Wochenende oft niedriger aus. Am Samstag hatten die Behörden noch etwas mehr als 39 800 Fälle gemeldet.

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