Commerzbank will 200 geschlossene Filialen nicht mehr öffnen

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    Deutschland,

    Die Commerzbank beschleunigt noch vor dem Wechsel an der Vorstandsspitze die Verkleinerung ihres Filialnetzes.

    Die Bank verkleinert ihre Präsenz in Deutschland von 1000 auf 800 Geschäftsstellen. Foto: Arne Dedert/dpa
    Die Bank verkleinert ihre Präsenz in Deutschland von 1000 auf 800 Geschäftsstellen. Foto: Arne Dedert/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Dabei handle es sich um genau die Filialen, die die Bank bis Ende des Jahres 2023 schliessen wollte.

    Das Geldhaus werde 200 Geschäftsstellen, die wegen der Corona-Pandemie ohnehin geschlossen sind, nicht wieder öffnen, sagte ein Sprecher.

    Dabei handle es sich um genau die Filialen, die die Bank bis Ende des Jahres 2023 schliessen wollte. Die betroffenen Mitarbeiter sollten an andere Standorte in der Nähe wechseln. Die Belegschaft sei über die Pläne informiert worden.

    Die Bank verkleinert ihre Präsenz in Deutschland damit von 1000 auf 800 Geschäftsstellen - allerdings gut drei Jahre früher als geplant. «Es hätte keinen Sinn gehabt, diese Filialen möglicherweise nur für ein paar Monate wieder zu öffnen und erst dann endgültig zu schliessen», sagte der Commerzbank-Sprecher. «Mit der Entscheidung schaffen wir Klarheit für unsere Kunden.» Der bereits beschlossene Stellenabbau wird dem Sprecher zufolge nicht beschleunigt. Alle betroffenen Mitarbeiter kämen in anderen Filialen unter.

    150 andere Filialen, die derzeit wegen der Pandemie geschlossen sind, will die Commerzbank bis Mitte September wieder öffnen, wie der Sprecher weiter sagte. Dann hätten Kunden wieder Zugang zu gut 600 Geschäftsstellen. Die übrigen 200 Filialen sollen erst später wieder in Betrieb gehen. Das vorsichtige Wiederhochfahren des Filialbetriebs begründete der Sprecher mit dem Schutz der Gesundheit von Mitarbeitern und Kunden. Dabei verwies er auf die wieder steigenden Infektionszahlen in Deutschland in der Corona-Pandemie.

    Vorstandschef Martin Zielke, der lange an dem grossen Filialnetz festgehalten und auch die bisher geplante Verkleinerung beschlossen hatte, hatte vor einigen Wochen seinen Rücktritt angekündigt. Er will die Bank nur noch so lange führen, bis ein Nachfolger für den Posten gefunden ist - längstens bis Ende des Jahres. Erst jüngst hatte die Commerzbank mit Hans-Jörg Vetter einen neuen Aufsichtsratschef berufen. Zudem feilt das Geldhaus an einer neuen Strategie inklusive verschärftem Sparkurs, um den Konzern wieder profitabler zu machen.

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