Bürger Montenegros wählen neues Staatsoberhaupt

    Keystone-SDA
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    In Montenegro hat am Sonntag die Präsidentenwahl begonnen. Rund 540 000 wahlberechtigte Bürger sind dazu aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Der prowestliche Amtsinhaber Milo Djukanovic tritt zum zweiten Mal in Folge an. Weitere sechs Männer und Frauen bewerben sich um das höchste Staatsamt, unter ihnen vier Politiker, die dem proserbischen Lager zugerechnet werden. Aussagekräftige Meinungsumfragen liegen nicht vor. Der Ausgang gilt als offen.

    Milo Dukanovic, Präsident von Montenegro, gibt in einem Wahllokal seine Stimme ab. In Montenegro hat am 30.08.2020 die Parlamentswahl begonnen. Rund 540 000 Bürger sind dazu aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Foto: Risto Bozovic/AP/dpa
    Milo Dukanovic, Präsident von Montenegro, gibt in einem Wahllokal seine Stimme ab. In Montenegro hat am 30.08.2020 die Parlamentswahl begonnen. Rund 540 000 Bürger sind dazu aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Foto: Risto Bozovic/AP/dpa - sda - Keystone/AP/Risto Bozovic

    Das Wichtigste in Kürze

    • Entschieden wird das Rennen voraussichtlich am 2. April in einer Stichwahl zwischen den beiden Erstplatzierten vom Sonntag.

    Die Wahllokale öffnen um 7.00 Uhr und schliessen um 20.00 Uhr. Mit ersten Ergebnissen wird in der Nacht zum Montag gerechnet.

    Die Wahl findet in einem stark polarisierten politischen Klima statt. Djukanovic, der Montenegro 2006 in die Unabhängigkeit und 2017 in die Nato führte, bestimmte mehr als drei Jahrzehnte lang die Geschicke seines Landes. Seine oft von Korruption und Nähe zum organisierten Verbrechen überschattete Alleinherrschaft fand ein Ende, als eine heterogene Koalition mehr oder weniger proserbischer Kräfte die Präsidentenpartei DPS bei der Parlamentswahl im August 2020 in die Opposition schickte.

    Die folgenden Regierungen erwiesen sich jedoch als instabil. Erst am vergangenen Donnerstag löste Djukanovic das Parlament auf, weil sich die proserbischen Parteien auf keinen neuen Ministerpräsidenten einigen konnten. Dem bisherigen Amtsinhaber Dritan Abazovic hatte das Parlament im vergangenen August das Vertrauen entzogen. Djukanovic setzte vorgezogene Parlamentswahlen am 11. Juni an.

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