Baerbock zu Gershkovich-Urteil: Journalismus ist kein Verbrechen

    Keystone-SDA
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    Die deutsche Aussenministerin Annalena Baerbock kritisiert das Urteil gegen den US-Reporter Evan Gershkovich in Russland.

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    Annalena Baerbock: «Journalismus ist kein Verbrechen und die Wahrheit lässt sich nicht wegsperren.» (Archivbild) - Sina Schuldt/dpa

    Nach der Verurteilung des US-Reporters Evan Gershkovich in Russland kritisiert Aussenministerin Annalena Baerbock das Urteil und bezeichnet es als «politisch motiviert». In einem Statement auf der Plattform X warf die Grünen-Politikerin dem russischen Präsidenten Wladimir Putin Angst vor der Kraft von Fakten vor. Dort schrieb sie weiter: «Journalismus ist kein Verbrechen und die Wahrheit lässt sich nicht wegsperren.»

    Der britische Premierminister Keir Starmer äusserte sich ähnlich. Das Urteil sei verachtenswert und unterstreiche Russlands Verachtung für die Pressefreiheit. «Journalismus sollte kein Verbrechnen sein», schrieb Starmer auf X.

    Verdächtigungen und Vorwürfe

    Die russische Justiz hatte den Journalisten Gershkovich in einem umstrittenen Prozess wegen angeblicher Spionage zu 16 Jahren strenger Lagerhaft verurteilt. Der 32-Jährige war im März 2023 festgenommen worden. Laut Anklage soll er im Auftrag des US-Geheimdienstes CIA konspirativ Informationen über die Rüstungsfabrik Uralvagonzavod gesammelt haben.

    Gershkovich, der als Korrespondent für das «Wall Street Journal» in Russland arbeitete, die US-Zeitung selbst sowie die US-Regierung haben die Vorwürfe stets als haltlos zurückgewiesen. Baerbock und Starmer forderten auf X die Freilassung des US-Reporters. Zudem erklärte die deutsche Aussenministerin: «Das Urteil ist politisch motiviert und Teil von Putins Kriegspropaganda.»

    Wegen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine ist die Lage im Land besonders gespannt. Vertreter westlicher Medien, die aus offiziell so bezeichneten unfreundlichen Staaten kommen, laufen schnell Gefahr, als Spione denunziert zu werden.

    Kommentare

    User #1152 (nicht angemeldet)

    Und im eigenen Land wenig Medienfreiheit.

    User #6434 (nicht angemeldet)

    Ist die Ampelpolitik totalitär?

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