AfD

    AfD-Vorstand plant Parteiausschlussverfahren gegen Halemba

    DPA
    DPA

    Deutschland,

    Der Druck auf den umstrittenen bayerischen AfD-Politiker Daniel Halemba steigt. Nun will auch der Bundesvorstand der Partei selbst aktiv werden.

    Daniel Halemba
    Daniel Halemba sitzt für die AfD im bayerischen Landtag. - Peter Kneffel/dpa

    Der AfD-Bundesvorstand erhöht den Druck auf den umstrittenen bayerischen Landtagsabgeordneten Daniel Halemba: Er will nun selbst ein Parteiausschlussverfahren vorbereiten lassen, wie die AfD-Bundesgeschäftsstelle bestätigte. Der Bayerische Rundfunk hatte zuvor über das Vorhaben der Parteispitze berichtet.

    Der entsprechende Antrag soll dem Bericht zufolge bis kommenden Montag vorliegen. Die konkreten Gründe sind laut BR bisher noch offen, die AfD-Bundesgeschäftsstelle sagte dazu auf Nachfrage ebenfalls nichts.

    Halemba gibt sich gelassen

    Halemba teilte auf dpa-Anfrage mit, er sehe einem Verfahren gelassen entgegen. «In diesem Rahmen wird zweifelsfrei aufgeklärt werden, dass es sich bei den Vorwürfen um Falschbehauptungen eines gescheiterten Konkurrenten handelt», schrieb er.

    Dies habe der Landesvorstand bereits durch juristische Gutachten festgestellt. «Für die etwas nachlässige Aufnahme zweier Neumitglieder wurde ich bereits sanktioniert.» Nach Abschluss des Verfahrens sehe er «wieder einer weiter vertrauensvollen Zusammenarbeit mit dem Bundesvorstand mit Freude entgegen», so der Landtagsabgeordnete.

    Der 22-Jährige steht seit Monaten in der Kritik. Seit Längerem gibt es Ermittlungen der Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Volksverhetzung, inzwischen kamen auch Vorwürfe der Geldwäsche, der gemeinschaftlichen Nötigung und Sachbeschädigung hinzu, wie die Staatsanwaltschaft vergangene Woche bestätigt hatte.

    Zudem gibt es parteiinterne Vorwürfe, unter anderem soll er gegen die Satzung der Partei verstossen haben. Zu den neuen Vorwürfen der Staatsanwaltschaft sagte Halemba bereits am vergangenen Freitag, er begrüsse es, «wenn die Sachverhalte durch objektive Ermittlungen aufgeklärt» würden: «Ich bin der festen Überzeugung, dass ich mich nicht strafbar gemacht habe.»

    Zweijährige parteiinterne Ämtersperre

    Ende vergangenen Jahres hatte der AfD-Bundesvorstand den Landesvorstand aufgefordert, ein Ausschlussverfahren einzuleiten. Begründet wurde die Entscheidung mit Verstössen gegen die Ordnung der Partei, die zu satzungswidrigen Mitgliederaufnahmen im Vorfeld von zwei Aufstellungsversammlungen zur Landtagswahl in Bayern geführt hätten.

    Wegen der Vorwürfe, bei der Listenaufstellung für die Landtagswahl zu seinen Gunsten getrickst zu haben, wurde Halemba vom Landesvorstand dann mit einer zweijährigen parteiinternen Ämtersperre belegt. Auf einem Landesparteitag wurde er von den Delegierten zudem mehrheitlich dazu aufgefordert, sein Abgeordnetenmandat niederzulegen.

    Allerdings war dieser Beschluss für Halemba nicht bindend – und die Fraktion stellte sich hinter ihn. Wegen der neuen Vorwürfe wird eine neue Aussprache in der Fraktion erwartet.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    Daniel Halemba
    15 Interaktionen
    Umstritten

    MEHR IN NEWS

    Saint-Pierre-la-Garenne
    Giftspritze Hinrichtung
    4 Interaktionen
    Nashville

    MEHR AFD

    87 Interaktionen
    Neue Umfrage
    afd Hape Kerkeling
    66 Interaktionen
    Anhörung
    Schulen AfD Sachsen Anhalt
    71 Interaktionen
    Ende der Inklusion
    AfD Hans-Georg Maassen
    37 Interaktionen
    Antrag

    MEHR AUS DEUTSCHLAND

    54 Interaktionen
    Bremen
    Timmy
    Millionen-Klage
    9 Interaktionen
    Unna/Hagen
    Audi
    70 Interaktionen
    Allrounder