Explosion

    16 Verletzte bei Explosion in NRW - Säugling in Lebensgefahr

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    Deutschland,

    In Eschweiler in NRW kam es zu einer gewaltigen Explosion. 16 Menschen wurden verletzt, zwei davon schweben in Lebensgefahr.

    Trümmer auf der Strasse in Eschweiler, wo bei einer gewaltigen Explosion in einem Wohn- und Geschäftshaus 16 Menschen teils lebensgefährlich verletzt wurden.
    Trümmer auf der Strasse in Eschweiler, wo bei einer gewaltigen Explosion in einem Wohn- und Geschäftshaus 16 Menschen teils lebensgefährlich verletzt wurden. - Federico Gambarini/dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Bei einer Explosion im deutschen Eschweiler wurden 16 Personen teils schwer verletzt.
    • Es wird von einer Gas-Explosion ausgegangen, auch Nachbarshäuser wurden beschädigt.
    • Ob Einsturzgefahr besteht, muss noch abgeklärt werden.

    In der Fussgängerzone von Eschweiler liegen Schaufensterpuppen inmitten eines Scherbenmeers, dazwischen steht ein hochhackiger roter Damenschuh.

    Eine gewaltige Explosion in einem Wohn- und Geschäftshaus hat gestern Abend in der Stadt nordöstlich von Aachen 16 Menschen verletzt. Zwei von ihnen, darunter ein wenige Wochen alter Säugling, schweben in Lebensgefahr, wie ein Polizeisprecher in Aachen berichtete. Vier weitere Menschen verletzten sich schwer, zehn wurden als leicht verletzt eingestuft.

    Fussgängerzone von Eschweiler
    Die Fussgängerzone von Eschweiler ist nach der Explosion ein Scherbenmeer. - keystone

    Einige Verletzte hätten «massive Verbrennungen», sagte ein Feuerwehrsprecher. Polizei und Feuerwehr gingen von einer Gas-Explosion in dem mehrstöckigen Haus aus. Durch die Wucht der Detonation gingen in 50 Metern Umkreis sämtliche Fensterscheiben zu Bruch. Auch Geschäfte gegenüber des Hauses, aus der die Detonationswelle kam, lagen in Trümmern.

    Rund 200 Kräfte im Einsatz

    Die Explosion entfesselte zudem ein Feuer, das stundenlang ein Grossaufgebot von Brandbekämpfern aus der Region beschäftigte. Unterstützung erhielten Polizei und Feuerwehr durch das Technische Hilfswerk Eschweiler. Gegen 02 Uhr nachts war das Feuer gelöscht, allerdings wurden später noch Glutnester entdeckt. Rund 200 Kräfte seien im Einsatz gewesen.

    Eschweiler
    Stundenlang kämpfte die Feuerwehr gegen das Feuer nach der Explosion in Eschweiler. - keystone

    Die Explosion war gestern Abend gegen 21.15 Uhr gemeldet worden. Auch angrenzende Häuser wurden durch ihre Wucht schwer beschädigt. Ob das Unglückshaus selbst oder Nachbarhäuser einsturzgefährdet sind, müsse nun geprüft werden. Bis dahin dürfen die Bewohner nicht zurück in ihre Wohnungen.

    Die Zahl der Evakuierten war in der Nacht noch unklar. «Es war noch kein Statiker in den Häusern», sagte ein Feuerwehrsprecher. Eschweilers Feuerwehr hatte Grossalarm ausgelöst und Brandwehren aus den Nachbarstädten zur Verstärkung angefordert. «Das war ein sehr grosser Einsatz», sagte ein Polizeisprecher.

    Kein Hinweis auf ein Verbrechen

    Die Behörden gingen von einem Unglück aus. Hinweise auf ein Verbrechen gebe es bislang nicht, hiess es. Der Unglücksort war weiträumig abgesperrt. Brandsachverständige hätten das betroffene Haus noch ebenso wenig betreten wie ein Statiker, hiess es in der Nacht. Zuvor hatte die «Aachener Zeitung» über die Explosion berichtet.

    Eschweiler liegt zwischen Aachen, Köln und der Nordeifel. Die Stadt hat knapp 56'000 Einwohner. Das letzter grosse Unglück ist dort noch nicht lange her: Im Juli 2021 hatte die Flutkatastrophe die Stadt heimgesucht. Allein am Krankenhaus von Eschweiler, das in einer dramatischen Rettungsaktion evakuiert werden musste, entstand ein Schaden von 120 Millionen Euro. Das Krankenhaus ist mit 1400 Beschäftigten der grösste Arbeitgeber der Stadt.

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