130.000 Besucher bei Hannover Messe

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    Für die grösste Industrieschau war es ein schwieriger Neustart. Seit 2020 hatten Pandemie und globale Handelsprobleme auch die Hannover Messe ausgebremst. Was sagen die Veranstalter zum Abschluss 2023?

    Zahlreiche Besucher laufen bei der Industriemesse Hannover Messe durch die Messehalle 2.
    Zahlreiche Besucher laufen bei der Industriemesse Hannover Messe durch die Messehalle 2. - Julian Stratenschulte/dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die nach drei Corona-Jahren wieder grösser angelegte Hannover Messe hat auch wieder mehr Besucher angezogen.

    «In den fünf Tagen sind die 4000 Aussteller hier auf rund 130.000 Besucherinnen und Besucher aus aller Welt getroffen», sagte der Vorstandschef der Deutschen Messe AG, Jochen Köckler, am Freitag in einem ersten Rückblick auf die seit Montag laufende wichtigste Ausstellung für Maschinenbau und Elektrotechnik. Man spüre eine Aufbruchstimmung, «die dahin geht, dass es Technologien für eine wettbewerbsfähige und gleichzeitig klimafreundliche Industrieproduktion gibt».

    Im vorigen Jahr kamen in einem verkleinerten Format etwa 75.000 Besucher auf das Gelände. Bei digitalen Veranstaltungen gab es 15.000 Teilnehmer. 2020 fiel die Messe pandemiebedingt aus. 2021 wurde eine digitale Version angeboten. Auch diesmal schalteten sich zusätzlich 15.000 Gäste für Online-Konferenzen und -Präsentationen dazu, berichtete Köckler. In der Zeit vor der Pandemie hatte es oft insgesamt über 200.000 Besucher gegeben.

    Verband zeigt sich sehr zufrieden

    Der Präsident des Elektro- und Digitalverbands ZVEI und Chef des Ausstellerbeirats, Gunther Kegel, zeigte sich mit dem Interesse in diesem Jahr alles in allem sehr zufrieden. «Die Internationalität und Qualität der Ansprechpartner war aussergewöhnlich hoch.» Nach Angaben der Messegesellschaft lag der Anteil der ausländischen Gäste bei 43 Prozent – die meisten aus den Niederlanden, China, Südkorea, Polen und den USA.

    Zentrale Themen waren Energieeffizienz, klimaschonendere Produktion, vernetzte Fertigung und die Wasserstoffwirtschaft. «Der Knoten ist geplatzt in Richtung Investitionen in die elektrische Infrastruktur – vor allem in den Netzausbau, um endlich Offshore-Windenergie an Land zu bringen», sagte Kegel. «Da geht es mit Riesenschritten voran.» Zugleich müssten in Deutschland etliche bürokratischen Hemmnisse abgebaut werden. Köckler meinte zum Stand der Energiewende: «Wir brauchen jetzt Tempo und wirklich Entschlossenheit in der Umsetzung.»

    Partnerland der Messe war diesmal Indonesien. Welcher Staat diese Rolle im kommenden Jahr übernimmt, steht bisher nicht fest. Grossbritannien hatte eine Anfrage der Veranstalter für 2024 schon im vergangenen Sommer ausgeschlagen. Die Messe AG erklärte, im Gespräch zu bleiben und auch mit anderen Ländern dazu im Austausch zu sein.

    Entschieden ist bereits, dass im übernächsten Jahr Kanada Partnerland werden soll. Dessen Vize-Botschafterin in Deutschland, Isabelle Poupart, unterzeichnete mit Köckler eine entsprechende Absichtserklärung. Die Zusammenarbeit soll Ausdruck der engen Kooperation auch in Forschung und Entwicklung sein und diese weiter festigen. Laut Messe AG beschäftigen in Kanada derzeit über 800 Firmen aus der Bundesrepublik etwa 70.000 Menschen.

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