Motorola GrapheneOS startet 2027 als Pixel-Alternative

    Sandra Neumann
    Sandra Neumann

    USA,

    Motorola GrapheneOS soll ab 2027 ausgewählte Motorola-Flaggschiffe unterstützen. Damit entsteht eine Alternative zu Googles Pixel-Reihe.

    Motorola
    Das Motorola Moto G47 Power ergänzt die G-Serie und soll vor allem mit seiner langen Akkulaufzeit punkten. (Archivbild) - keystone

    Die ersten Motorola GrapheneOS Geräte werden laut «Heise» im Premiumsegment angesiedelt und voraussichtlich mehr kosten als vergleichbare Pixel-Modelle. Grund dafür sind anspruchsvolle Hardwarevorgaben, die günstige Motorola-Smartphones derzeit nicht erfüllen.

    Für die neuen Modelle ist ein langfristiger Software-Support vorgesehen, wobei GrapheneOS sieben Jahre regelmässige Updates anstrebt. Auch klassische Smartphones und später faltbare Razr-Modelle sollen von der Zusammenarbeit profitieren.

    «Heise» berichtet zudem, dass Motorola bei der technischen Umsetzung eine wichtige Rolle übernimmt und Firmware sowie Treiber bereitstellt. Dadurch soll die Portierung des Betriebssystems weniger Aufwand verursachen und die Behebung technischer Probleme erleichtern.

    Motorola GrapheneOS setzt hohe Sicherheitsstandards

    Für die geplanten Geräte gelten laut «Borncity» strenge technische Voraussetzungen, darunter moderne Snapdragon-Chips und Unterstützung für MTE. Zusätzlich werden ein Secure Element und Linux 6.18 LTS als wichtige Bestandteile der Plattform genannt.

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    Aktuelle Motorola-Modelle erfüllen diese Anforderungen laut Quelle noch nicht vollständig und kommen deshalb für den Start nicht infrage. Erst die kommende Gerätegeneration soll die notwendigen Sicherheitsfunktionen für eine offizielle Unterstützung durch GrapheneOS bieten.

    Motorola stellt für die Zusammenarbeit Ingenieure bereit, übernimmt laut «Borncity» jedoch keine direkte Finanzierung der GrapheneOS-Entwicklung. Die Smartphones sollen regulär erhältlich sein, während Käufer das Betriebssystem anschliessend selbst installieren müssen.

    Neue Perspektive für GrapheneOS

    Schmidtis Blog sieht Motorola GrapheneOS als wichtige Alternative zur bisherigen Bindung des Systems an Google-Pixel-Geräte. Hintergrund sind unter anderem Veränderungen bei Googles Android-Quellcode, welche die Pflege bestimmter Pixel-Komponenten erschweren sollen.

    Die künftigen Motorola-Geräte könnten zudem bei Prozessorleistung und Hardware-Isolierung Vorteile gegenüber Googles Tensor-Plattform bieten. Besonders MTE soll dabei eine wichtige Rolle für die Absicherung von Speicherzugriffen und die Systemsicherheit spielen.

    Motorola GrapheneOS
    Motorola GrapheneOS soll künftig auch faltbare Razr-Modelle unterstützen und moderne Mobilfunkstandards ermöglichen. (Symbolbild) - Instagram/motorola

    Auch für faltbare Smartphones eröffnet die Partnerschaft neue Möglichkeiten, da GrapheneOS künftig die Razr-Reihe unterstützen will. Zusätzlich nennt «Schmidtis Blog» Funktionen für Mobilfunkstandards wie 5G, VoLTE, VoNR und VoWiFi als Bestandteil der geplanten Unterstützung.

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    Kommentare

    User #6436 (nicht angemeldet)

    Mit GrapheneOS ist es selbe Problem wie yubikey, wen man zuerst vor/bei einrichtung eines Systems eine Internet anbindung braucht muss man schon mal über Provider Server--- Klar könnte man über sicheren Privat Provider (sehr selten), aber auch da Wohnen die meisten in Haus mit noch unsicherer Hausinstalation--- Klar könnte man das als ein wenig Paranoid sehen, aber Personen die so system brauchen ews ja nicht Grundlos--- Sogar Linux sub Programme für Sicherheit brauchen Internet anbindung--- Für die meisten ich auch so Systen eh nutzlos, weil grösstes Sicherheitsrisiko ist der nutzer dessen Program nutzungen---

    User #1056 (nicht angemeldet)

    Kommt langsam etwas Bewegung in den Markt. Schade wird die GrapheneOS von Google nicht als Integer betrachtet. So werden gewisse Apps ihren dienst verweigern...

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