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    Internet verkraftet Wachstum des Datenverkehrs durch Corona

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    Deutschland,

    Die Corona-Pandemie belastet die Infrastruktur des Internets denn der Datenverkehr hat rasant zugenommen. Das Netz kommt dennoch sehr gut damit zurecht, sagt ein Experte.

    Der in Frankfurt basierte weltgrösste Internet-Knoten DE-CIX . Foto: Boris Roessler/dpa
    Der in Frankfurt basierte weltgrösste Internet-Knoten DE-CIX . Foto: Boris Roessler/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Internet-Infrastruktur ist der weltweiten Zunahme des Datenverkehrs in Corona-Zeiten laut einer Studie gewachsen.

    «Das Internet ist robust und anpassungsfähig genug, um der Pandemie zu trotzen – auch im Falle eines erneuten "harten" Lockdowns», sagte DE-CIX-Forschungsleiter Christoph Dietzel. DE-CIX ist der Betreiber des Internet-Knotens in Frankfurt am Main und Teil des Forscherteams der Studie, die die Auswirkungen der Pandemie auf die globale Internet-Infrastruktur untersucht hat.

    Der durchschnittliche Datenverkehr sei demnach weltweit innerhalb weniger Tage im März je nach Region zwischen 15 und 30 Prozent angestiegen. Am Internet-Knoten in Frankfurt, einem der grössten der Welt, sei alleine durch die Nutzung von Videokonferenzdiensten wie Skype 120 Prozent mehr Datenverkehr gemessen worden.

    Auch die Kernzeiten der Internetnutzung haben sich laut der Studie verschoben. Sie lägen nun unter der Woche nicht mehr nur in den Abendstunden, sondern erstreckten sich seit Beginn der Pandemie über den gesamten Tag. Die Netzauslastung an den Wochentagen ähnle somit erstmals der am Wochenende.

    Am Internetknoten in Frankfurt seien im Vergleich zum Vorjahr in Spitzenzeiten 27 Prozent mehr Datendurchsatz verzeichnet worden. Ende 2019 habe die Steigerung bei 19 Prozent gelegen. Im November sei hier zudem ein Rekordwert von rund 10 Terabit pro Sekunde erreicht worden. Dies entspreche der Übertragung von über 2,2 Millionen Videos in HD-Qualität gleichzeitig oder einer Datenmenge von rund 2,2 Milliarden beschriebenen DIN A-4- Seiten, wie DE-CIX damals mitteilte.

    Die Studie wurde von verschiedenen Forschungseinrichtungen, darunter dem Max-Planck-Institut für Informatik sowie der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg, erstellt. Dafür wurde im Zeitraum vom Januar bis Juni der Datenverkehr unter anderem an Internetknoten in Zentral- und Südeuropa sowie an der US-Ostküste gemessen.

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