Taube mit Meth-Rucksack in Gefängnishof gefangen

Linda Carstensen
Linda Carstensen

Kanada,

Im Innenhof eines Gefängnisses in British Columbia (CAN) fangen Wärter eine kriminelle Taube ein – diese transportierte einen Mini-Rucksack mit Drogen drin.

taube
Eine Taube. (Symbolbild) - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Im kanadischen Abbotsford fingen Gefängnisbeamte eine lebendige Taube ein.
  • Diese transportierte in einem Mini-Rucksack die synthetische Substanz Crystal Meth.
  • Dass Drohnen Drogen schmuggeln, ist altbekannt – lebendige Tiere im Einsatz sind neu.

Im Innenhof einer Justizvollzugsanstalt in British Columbia (CAN) stellten Beamte am 29. Dezember eine Falle auf, um eine Taube zu einzufangen. Der Vogel trug nämlich einen kleinen Stoffrucksack, in dem sich Methamphetamin – auch Crystal Meth genannt – befand.

Das Manöver ereignete sich in Abbotsford, 80 Kilometer östlich von der Küstenstadt Vancouver, wie John Randle angab. Er ist der Regionalvorsitzende der Union of Canadian Correctional Officers für den Pazifikraum.

Haben Sie schon einmal illegale Drogen konsumiert?

Der stellvertretende Direktor der Pacific Institution, Davinder Aujla, bestätigte, dass in der Einrichtung vor Kurzem Schmuggelware aufgefunden worden war. In den vergangenen Jahren haben Gefängnisbeamte stets nach Drohnen Ausschau gehalten, die solche illegalen Waren transportieren.

Kriminelle gehen kreativ vor

Für John Randle ist es das erste Mal in seinem 13-jährigen Einsatz, dass ein lebendes Tier dafür eingesetzt wird. «Vielleicht liegt das daran, dass sie aufgrund unserer Arbeit mit Drohnen neue Wege suchen, um Schmuggelware unentdeckt einzuführen.» Dies erklärt Randle der kanadischen Nachrichtenagentur «The Canadian Press». Den Vogel an einem bestimmten Ort landen zu lassen, dürfte sich jedoch als schwierig herausstellen.

französisch-Polynesien
Ein Kriminalexperte hält die Droge Crystal Meth in der Hand. (Archivbild) - Keystone

Der Einsatz einer Taube erschwere die Ermittlungen im Vergleich zu Drohnen, so Randle. Denn mit der Präzision einer Drohne sei es einfacher, den Empfänger der Schmuggelware ausfindig zu machen. Der Fall zeige, wie kreativ die Kriminellen beim Drogenschmuggel seien, was ein grosses Problem darstellt.

«Die Einschleusung von Drogen in Bundesgefängnisse ist sehr problematisch. Das Ziel von Gefängnissen ist, Menschen zu rehabilitieren und sie als gesetzestreue Bürger in die Gesellschaft zu entlassen. Insofern ist die Einschleusung von Drogen beängstigend, insbesondere einer Droge wie Crystal Meth», fügt Randle an.

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