Zehntausende protestieren in Israel für Geisel-Freilassung

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    Zehntausende haben nach der Geiselbefreiung für einen Geisel-Deal protestiert. Sie werfen Netanjahu Versagen vor und wollen Neuwahlen.

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    Demonstrierende in Tel Aviv fordern Frieden und politische Lösungen. Der Ständerat stärkt das Schweizer Engagement für eine Zwei-Staaten-Lösung. (Archivbild) - keystone

    Nach der Befreiung von vier Geiseln aus dem Gazastreifen haben in Israel wieder Zehntausende für ein Abkommen zur Freilassung der 120 verbliebenen Entführten mit der Hamas demonstriert. Bei der Hauptkundgebung in der Küstenstadt Tel Aviv versammelten sich örtlichen Medien zufolge Zehntausende. Auch in Haifa und Jerusalem versammelten sich demnach jeweils tausende regierungskritische Demonstranten, um einen Geisel-Deal sowie Neuwahlen zu fordern. Auch in Caesarea, Beerscheba und vielen anderen Orten des Landes fanden Proteste statt.

    Seit Monaten gibt es in Israel immer wieder Massenproteste gegen die Regierung und für die Freilassung der noch immer im Gazastreifen festgehaltenen Geiseln.

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    Israelis erinnern bei einem Protest nach der Geisel-Befreiung an die verbleibenden Gefangenen. - keystone

    Der Sohn eines in der Gefangenschaft getöteten Mannes bat seinen Vater in einer Ansprache um Vergebung für das Versagen des Landes und des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahus, ihn und die anderen Geiseln nicht aus der Gefangenschaft befreit zu haben. Die Armee hatte seinen Tod sowie den drei weiterer Geiseln kürzlich verkündet.

    Zusammenstösse in Tel Aviv

    In Tel Aviv kam es Medien zufolge zu Zusammenstössen mit der Polizei, als Demonstranten versuchten, eine Autobahn zu blockieren. Die Polizei setzte dabei demnach auch Wasserwerfer ein. Berichten zufolge wurden mindestens zehn Menschen festgenommen.

    Militärangaben zufolge befinden sich noch 120 Geiseln im Gazastreifen. Es wird aber befürchtet, dass ein Grossteil von ihnen nicht mehr am Leben ist.

    Die USA, Katar und Ägypten vermitteln schon länger indirekt zwischen Israel und der Hamas, um eine Feuerpause und einen Austausch der Geiseln gegen palästinensische Häftlinge zu erreichen. US-Präsident Joe Biden hatte vergangene Woche überraschend Details eines Entwurfs für ein Abkommen zur Beendigung des Krieges in drei Phasen präsentiert.

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    Kommentare

    User #3331 (nicht angemeldet)

    Das interessiert Onkel Beiden nicht es geht weiter mit Krieg

    User #2346 (nicht angemeldet)

    Hört Scott Ritter zu! Er erzählt die Wahrheit was im Nahost abgeht

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