Wieder heilige Aborigine-Stätte durch Bergbaukonzern beschädigt

    Keystone-SDA
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    Australien,

    In Australien hat erneut ein Bergbaukonzern eine heilige Aborigine-Stätte beschädigt. Nun wurde eine Untersuchung eingeleitet.

    Aborigines
    Eine Frau der Aborigines in Australien. (Archivbild) - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Innerhalb eines Jahres wurde zum zweiten Mal eine Aborigine-Stätte beschädigt.
    • Der Zwischenfall ereignete sich in der australischen Region Pilbara.
    • Dort betreibe das Rohstoffunternehmen BHP ein Projekt zur Eisenerz-Förderung.

    In Westaustralien ist zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres eine heilige Stätte der australischen Ureinwohner durch einen Bergbaukonzern beschädigt worden. Der Zwischenfall ereignete sich Berichten zufolge in der Region Pilbara, wo das australisch-britische Rohstoffunternehmen BHP ein milliardenschweres Projekt zur Förderung von Eisenerz betreibt.

    BHP
    Das australisch-britische Rohstoffunternehmen BHP betreibt ein milliardenschweres Projekt zur Förderung von Eisenerz. (Symbolbild) - AFP/Archiv

    In einem Höhlenunterschlupf, der als wichtige Stätte der in dem Gebiet heimischen Aborigines gilt, sei es zu Steinschlag und Beschädigungen gekommen, berichtete die Zeitung «Sydney Morning Herald» am Dienstag unter Berufung auf das Volk der Banjima. Eine Stellungnahme von BHP gebe es noch nicht, so das Blatt.

    Untersuchung eingeleitet

    Was genau die Schäden ausgelöst hat, sei noch unklar. Es sei eine Untersuchung eingeleitet worden. Im Juni hatte BHP in einer Erklärung versichert, dass es keine heiligen Stätten «ohne ausführliche Konsultationen mit den Banjima» stören werde. Das Unternehmen habe grossen Respekt für das indigene Volk und ihr Erbe, hiess es.

    Im vergangenen Jahr hatte die Sprengung zweier heiliger Stätten der australischen Ureinwohner durch den Bergbaukonzern Rio Tinto für weltweite Kritik gesorgt. Der Unternehmenschef und zwei weitere Top-Manager waren später zurückgetreten.

    Rio Tinto
    Nach heftiger Kritik wegen der Sprengung zweier heiliger Stätten der australischen Ureinwohner traten der Chef des Bergbaukonzerns Rio Tinto; Jean-Sébastien Jacques und zwei weitere Top-Manager zurück. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/EPA AAP/RICHARD WAINWRIGHT

    In der ebenfalls in der Region Pilbara liegenden Juukan-Schlucht hatte der Konzern Höhlen gesprengt, in denen ein Archäologe 2014 wichtige Artefakte gefunden hatte. Das Alter der beiden Stätten war auf 46 000 Jahre geschätzt worden, manche sprachen sogar von 48 000 Jahren.

    BHP und Rio Tinto gehören zu den weltgrössten Bergbauunternehmen. Australien ist für beide Firmen wegen des Eisenerzvorkommens enorm wichtig.

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