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    Weltweit 120 Millionen Jobs im Tourismus wegen Corona bedroht

    Keystone-SDA
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    USA,

    Wegen der Corona-Pandemie sind in diesem Jahr laut UN-Generalsekretär António Guterres weltweit rund 120 Millionen Jobs im Tourismus bedroht.

    Am Flughafen von Palma de Mallorca ist derzeit deutlich weniger los als die Jahre zuvor.
    Am Flughafen von Palma de Mallorca ist derzeit deutlich weniger los als die Jahre zuvor. - sda - KEYSTONE/EPA/CATI CLADERA

    Das Wichtigste in Kürze

    • In den ersten fünf Monaten ist die Zahl der Touristen um 56 Prozent gesunken
    • Laut UN-Generalsekretär António Guterres sind deshalb rund 120 Millionen Jobs bedroht.
    • Reisen müsste verantwortungsbewusst und nachhaltig sein, um Arbeitende zu schützen.

    Wegen der Coronakrise sind in diesem Jahr UN-Generalsekretär António Guterres zufolge weltweit rund 120 Millionen Jobs im Tourismus bedroht. «Die Krise ist ein massiver Schock für entwickelte Ökonomien aber für Entwicklungsländer ist es ein Notfall.» Dies sagte Guterres in einer Video-Botschaft.

    António Guterres vereinte Nationen
    Generalsekretär António Guterres, Chef Vereinte Nationanen. - AFP/Archiv

    Denn viele dieser Länder sind stark vom Tourismus abhängig: In Afrika machte 2019 der Tourismussektor zehn Prozent aller Exporte aus, wie es in einem am Dienstag veröffentlichten UN-Bericht heisst.

    Zahl der internationalen Touristen um 56 Prozent gesunken

    Wegen der Corona-Pandemie wurden weltweit Grenzen geschlossen, Hotels dichtgemacht und Flüge gestrichen. In den ersten fünf Monaten des Jahres ist die Zahl der internationalen Touristen dem Bericht zufolge um 56 Prozent gesunken. Insgesamt könnte sie in diesem Jahr um 78 Prozent einbrechen. Zwischen 910 Milliarden und 1,2 Billionen Dollar an Exporteinnahmen im Tourismus könnten demnach verloren gehen.

    Tourismus
    In den ersten fünf Monaten des Jahres ist die Zahl der internationalen Touristen dem Bericht zufolge um 56 Prozent gesunken. - Keystone

    Dies sei besonders verheerend, da die meisten Tourismus-Betriebe kleine und mittlere Unternehmen seien, hiess es. «Frauen, junge Menschen und informelle Arbeiter sind besonders bedroht.» Das sagte Sandra Carvao von der UN-Tourismusorganisation (UNWTO) mit Blick auf die Jobverluste. Demnach besteht der Tourismussektor zu mehr als die Hälfte aus Frauen.

    Reisen muss verantwortungsbewusst und nachhaltig werden

    «Es ist unerlässlich, dass wir den Tourismussektor wieder aufbauen», sagte der UN-Generalsekretär. Dies müsse aber in einer Art und Weise getan werden, die «sicher, gerecht und klimafreundlich» sei. Reisen müssten verantwortungsbewusst und nachhaltig sein, um die Millionen von Menschen, die vom Tourismus abhängig seien, zu schützen.

    Auch könne der Ausstoss von Treibhausgasen wieder stark ansteigen, sollte die Erholung des Tourismussektors nicht an Klimaziele ausgerichtet sein. Dem Bericht zufolge machen Treibhausgasemissionen durch den Transport im Tourismus rund fünf Prozent aller menschlichen Treibhausgasemissionen aus.

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