Vor Chinas Militärparade: US-Besuch in Taiwan erzürnt Peking

    Keystone-SDA
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    Kurz vor einer bedeutenden Militärparade in China und vor dem Hintergrund zunehmender Spannungen im Indopazifik ist eine US-Delegation nach Taiwan gereist.

    Roger Wicker
    US-Senator Roger Wicker sagte in Taipeh, sie seien hier, um mit «Freunden und Verbündeten in Taiwan» den globalen Frieden zu stärken. (Archivbild) - dpa

    Kurz vor einer grossen Militärparade in China und unter wachsenden Spannungen im Indopazifik hat eine US-Delegation Taiwan zu Gesprächen über Sicherheit besucht. Sie seien hier, um mit ihren «Freunden und Verbündeten in Taiwan» über die Stärkung des weltweiten Friedens zu sprechen, sagte US-Senator Roger Wicker in Taipeh.

    China war nach den Worten von Aussenamtssprecher Guo Jiakun «äusserst unzufrieden» über den Besuch der US-Politiker.

    Wicker und die mitgereiste US-Senatorin Deb Fischer (beide Republikaner) gehören dem Verteidigungsausschuss des US-Senats an, der zuletzt 2016 Vertreter in Taiwan hatte. Der demokratisch regierte Inselstaat wird von China bedroht, das Taiwan zu seinem Territorium zählt und es wieder an sich binden will – zur Not auch mit Hilfe der Armee.

    Mehr Geld für Verteidigung

    Die USA sind Taipehs wichtigster Verbündeter und liefern regelmässig Waffen an das Land mit gut 23 Millionen Einwohnern. Bei einem Angriff wären die USA verpflichtet, Taiwans Verteidigung zu unterstützen, etwa durch die Bereitstellung von Waffen zur Abwehr von Angriffen. Die Regierung von Präsident Lai Ching-te will die Verteidigungsausgaben 2026 auf mehr als drei Prozent des erwarteten Bruttoinlandsprodukts anheben und bis 2030 eine Quote von fünf Prozent erreichen.

    Lai dankte für die US-Unterstützung. «Wir sind entschlossen, unser Heimatland zu verteidigen und Frieden und Stabilität in der Taiwanstrasse und im Indopazifik zu wahren», erklärte er. Taipeh sei auch bereit, mit der Volksrepublik China einen Austausch auf der Grundlage von Gleichheit und Würde zu pflegen, sagte er.

    China warnt vor «Spiel mit dem Feuer»

    Chinas kommunistische Führung, die am 3. September unter den Augen von Russlands Präsident Wladimir Putin und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un eine Militärparade zum 80. Jahrestag des Sieges über Japan im Zweiten Weltkrieg abhält, warnte vor Einmischung in die Taiwanfrage.

    Diese sei ein Kerninteresse Chinas, sagte der stellvertretende Aussenminister Ma Zhaoxu in Peking. «Der Versuch einiger externer Kräfte, mit Taiwan China zu kontrollieren, ist ein Spiel mit dem Feuer, und wer mit dem Feuer spielt, wird sich verbrennen», sagte er.

    Kommentare

    User #5567 (nicht angemeldet)

    Der frühere Besuch von Nancy Pelosi hätte doch gereicht.

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