Vernichtung des Regenwaldes in Brasilien im Jahresvergleich mehr als verdoppelt

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    Die Abholzung des Amazonas-Regenwaldes in Brasilien hat sich neuen Satellitendaten zufolge mehr als verdoppelt.

    Entwaldung
    Die Entwaldung im Amazonasgebiet schreitet voran. - AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • 563 Quadratkilometer im November zerstört.

    Im November stieg die Entwaldung im Vorjahresvergleich um 104 Prozent, wie Daten des brasilianischen Weltrauminstituts Inpe zeigen, die die Nachrichtenagentur AFP am Samstag auswertete. Demnach wurden im November 563 Quadratkilometer Wald zerstört. Im Monatsvergleich wurde seit November 2015 nicht mehr so viel Wald vernichtet.

    Die Steigerung ist für die Regenzeit ungewöhnlich hoch. Insgesamt wurden in den ersten elf Monaten dieses Jahr den Angaben zufolge 8974 Quadratkilometer Wald vernichtet. Im selben Zeitraum des Vorjahres waren 4879 Quadratkilometer gerodet worden.

    Eine andere Auswertung von Satellitendaten des Inpe hatte unlängst ergeben, dass zwischen August 2018 und Juli 2019 fast 10.000 Quadratkilometer Wald zerstört wurden. Dies entspricht einer Zunahme um rund 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

    Der ultrarechte brasilianische Präsident Bolsonaro steht seit Monaten wegen seiner Umweltpolitik international in der Kritik. Ihm wird vorgeworfen, die kommerzielle Ausbeutung von geschützten Amazonas-Gebieten zu befürworten. Bolsonaro, der sein Amt im Januar 2019 antrat, ist eng mit der brasilianischen Agrarlobby verbündet und zweifelt die Verantwortung des Menschen für den Klimawandel an.

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