USA machen Prigoschin mitverantwortlich für Ende von Mali-Mission

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    Jewgeni Prigoschin soll mitschuldig am Abzug der UN-Truppen aus Mali sein, behaupten die USA. Damit wolle er die Interessen der Wagner-Truppe fördern.

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    UN-Soldaten in Mali. - AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die UN-Mission in Mali geht zu Ende.
    • Ein Grund dafür ist Jewgeni Prigoschin, sagen die USA.
    • Die Amerikaner äussern schwere Vorwürfe gegen den Wagner-Chef.

    Der Chef der Wagner-Truppe, Jewgeni Prigoschin, hat nach Einschätzung der USA zur Beendigung der UN-Mission in Mali beigetragen. Prigoschin habe dabei geholfen, den Abzug der Friedenssoldaten einzufädeln, um Wagners Interessen zu fördern, sagte der Kommunikationsdirektor des Nationalen Sicherheitsrats, John Kirby, am Freitag.

    Der UN-Sicherheitsrat hatte kurz zuvor entschieden, die Minusma-Mission in dem westafrikanischen Land nach einer Übergangsfrist von sechs Monaten zum Jahresende zu beenden.

    USA: Wagner ist unberechenbar

    Wagner infiltriere afrikanische Länder seit 2016 und unterwandere ihre Souveränität, stehle ihre Ressourcen und töte ihre Einwohner, sagte Kirby. Trotz der jüngsten Ereignisse – der Wagner-Aufstand in Russland – gebe es keine Anzeichen dafür, dass die Truppe in Afrika nachlasse. Kirby fügte zudem hinzu, die jüngsten Ereignisse hätten gezeigt, dass Prigoschin und seine Truppe unberechenbar seien.

    Die malische Übergangsregierung habe nach US-Informationen 200 Millionen US-Dollar seit Ende 2021 an Wagner gezahlt, sagte Kirby. Dies habe aber nicht zur Verbesserung der Sicherheitslage geführt. Die Rolle, die die Söldnertruppe in Mali spiele, sei «giftig und tödlich», sagte Kirby. Das plötzliche Ende der UN-Mission werde die wirtschaftliche Not nur verschärfen, zu mehr innerer und regionaler Instabilität beitragen und das Land weiter von dem Ziel eines demokratischen Übergangs entfernen.

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