Taliban tötet 17 Sicherheitskräfte in Afghanistan

    Keystone-SDA
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    Afghanistan,

    Afghanistan kommt nicht zur Ruhe. Bei Angriffen der Taliban sind innerhalb von zwei Tagen erneut Sicherheitskräfte getötet worden.

    Sicherheitskräfte in Afghanistan bewachen einen Checkpoint.
    Die Taliban greifen in Afghanistan fast täglich Kontrollposten und Stützpunkte der Armee an. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Bei mehreren Zwischenfällen sind in Afghanistan 17 Sicherheitskräfte getötet worden.
    • Die Taliban greifen fast täglich Kontrollposten und Stützpunkte der Polizei und Armee an.
    • Die Regierung versucht im Konflikt nun wieder die Oberhand zu gewinnen.

    Bei mehreren Zwischenfällen in Afghanistan sind innerhalb von zwei Tagen mindestens 17 Sicherheitskräfte getötet worden. Bei zwei Angriffen radikalislamischer Taliban ausserhalb der nördlichen Provinzhauptstadt Pul-e Chumri kamen mindestens elf Sicherheitskräfte ums Leben, sagte der Provinzrat Sarif Sarif heute Donnerstag.

    Davor waren in der südlichen Provinz Kandahar mindestens sechs Soldaten bei einem Angriff auf eine Militärbasis im Bezirk Maiwand getötet worden, sagte der Provinzrat Nematullah Scherdali. Die Taliban hätten einen Tunnel gegraben, um in die Basis vorzudringen.

    Angriffe auf Polizei und Armee

    Die Taliban greifen fast täglich Kontrollposten und Stützpunkte der Polizei und Armee an. Die Regierungskräfte, monatelang in der Defensive, versuchen jüngst, wieder die Oberhand zu gewinnen. Seit mehreren Wochen greifen sie mit Unterstützung von US-Kräften gezielt lokale Taliban-Kommandanten an.

    Gleichzeitig laufen Bemühungen, den Konflikt über Verhandlungen zu lösen. Bisher fanden mehrere Runden an Direktgesprächen zwischen Vertretern der USA und Taliban statt. Allerdings wirken sich die Gespräche noch nicht auf die Kampfhandlungen aus. Für Unruhe sorgten jüngst US-Medienberichte, denen zufolge Washington plane, die Hälfte seiner rund 14'000 Truppen abzuziehen.

    Trump fordert mehr Engagement

    Am Mittwoch hatte US-Präsident Donald Trump Staaten in der Region aufgerufen, sich stärker militärisch in Afghanistan zu engagieren. «Pakistan ist dort, sie sollten kämpfen. Russland ist dort, sie sollten kämpfen», sagte Trump vor Journalisten am Rande einer Kabinettssitzung im Weissen Haus. «Wieso ist Indien nicht dort? Wieso ist Pakistan nicht dort? Wieso sind wir dort, 6000 Meilen (etwa 9650 Kilometer) weg von hier?», sagte Donald Trump.

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