Weltfrauentag

    Protest und Randale am Weltfrauentag in Lateinamerika

    Keystone-SDA
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    Mexiko,

    In mehreren Ländern Lateinamerikas sind am Weltfrauentag Tausende Frauen auf die Strasse gegangen.

    Eine Demonstrantin wirft eine Flasche auf einen Wasserwerfer der Polizei während einer Demonstration in Santiago de Chile am Internationalen Frauentag. Foto: Esteban Felix/AP/dpa
    Eine Demonstrantin wirft eine Flasche auf einen Wasserwerfer der Polizei während einer Demonstration in Santiago de Chile am Internationalen Frauentag. Foto: Esteban Felix/AP/dpa - sda - Keystone/AP/Esteban Felix

    Das Wichtigste in Kürze

    • Tausende Frauen demonstrierten in Lateinamerika am Weltfrauentag.
    • Es kam teilweise zu Auseinandersetzungen mit der Polizei.

    Oft in Lila - einer traditionell von Frauenbewegungen genutzten Farbe - gekleidet, marschierten sie am Montag in Stadtzentren und Regierungsvierteln vor allem gegen Gewalt gegen Frauen. Mancherorts kam es zu Randalen und Auseinandersetzungen mit der Polizei.

    Weltfrauentag
    Eine Frau schreit während einer Demonstration zum Internationalen Frauentag in Buenos Aires, Argentinien, Montag, 8. März 2021. Foto: Natacha Pisarenko - Keystone

    In der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá etwa wurden Scheiben eingeschlagen und Molotow-Cocktails geworfen, wie auf Videos in sozialen Medien zu sehen war. Besonders grosse Demonstrationen gab es in Santiago de Chile und der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires.

    Tausende auf den Strassen von Mexiko-Stadt

    In Mexiko-Stadt demontierten Demonstrantinnen Teile eines Zauns vor dem Präsidentenpalast. Die rund 2000 eingesetzten, unbewaffneten Polizistinnen seien mit Gas, Feuerwerkskörpern und Brandsätzen angegriffen worden, teilte die Polizei mit. Unter den Angreifern seien auch Männer gewesen, die die Demonstrantinnen unterwandert hätten.

    62 Polizistinnen und 19 Zivilisten seien verletzt worden, insgesamt zehn Menschen hätten in Krankenhäusern behandelt werden müssen. Der Polizei zufolge nahmen in der mexikanischen Hauptstadt rund 20'000 Menschen an den Protesten teil - nur ein Viertel der Zahl vom Vorjahr, wohl vor allem wegen der Coronavirus-Pandemie.

    Vor dem Internationalen Frauentag
    Frauen bemalen die Metallbarrieren des Nationalpalastes mit Namen von Opfern von Femiziden. Vor geplanten Protesten am Weltfrauentag haben Aktivistinnen einen langen Zaun vor dem Präsidentenpalast in Mexiko-Stadt mit Namen von ermordeten Frauen voll geschrieben. Foto: El Universal via ZUMA Wire - dpa

    Der Zaun vor der mehr als 200 Meter breiten Fassade des Präsidentenpalastes, den ein Sprecher des Staatspräsidenten Andrés Manuel López Obrador «Mauer des Friedens» nannte, hatte den ohnehin bestehenden Ärger über den Umgang der Regierung mit Gewalt gegen Frauen noch wachsen lassen. Nachdem der Zaun errichtet worden war, hatten Aktivistinnen am Wochenende kurzerhand darauf Namen ermordeter Frauen geschrieben und ihn mit Blumen geschmückt.

    In Mexiko werden im Schnitt jeden Tag zehn Frauen ermordet. López Obrador steht unter anderem wegen seiner Unterstützung eines Gouverneurskandidaten, dem mehrere Frauen Vergewaltigung vorwerfen, in der Kritik.

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