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    Kreml: Palast am Schwarzen Meer in Unternehmer-Besitz

    Keystone-SDA
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    Russland,

    Eine Woche nach Veröffentlichung des viel beachteten Videos «Ein Palast für Putin» des Kremlgegners Alexej Nawalny hat die Präsidialverwaltung in Moskau Unternehmer zu den Eigentümern erklärt.

    Russia Putin
    Vladimir Putin sagt, der «Palast» am Schwarzen Meer gehöre ihm gar nicht. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der Kreml lässt verlauten, dass der Palast aus dem Nawalny-Film einem Unternehmer gehöre.
    • Putin habe damit nichts zu tun.
    • Der Regierungskritiker Nawalny hatte in einem Dokumentarfilm schwere Vorwürfe erhoben.

    «Der Kreml hat kein Recht, die Namen dieser Eigentümer bekanntzugeben, und wir haben auch nicht vor, das zu tun, das ist einfach nicht korrekt», sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Dienstag der Agentur Interfax zufolge. Das Video hatte mehr als 90 Millionen Aufrufe. Präsident Wladimir Putin hatte am Montag bestritten, dass der Palast ihm oder seinen engsten Verwandten gehöre.

    Nawalnys-Film mit schweren Vorwürfen gegen Putin

    Das Grundstück mit dem Palast am Schwarzen Meer ist dem Film zufolge fast 40 Mal so gross wie Monaco und soll bereits mehr als 100 Milliarden Rubel (1,1 Milliarden Euro) verschlungen haben. Nach Darstellung Nawalnys sind die Besitzverhältnisse gezielt verschleiert worden. Die in den Papieren genannten Eigentümer hätten nicht das Geld für einen solchen Bau. Finanziert worden sein soll alles aus Schmiergeldern, die Oligarchen und enge Vertraute Putins in den Staatskonzernen gezahlt hätten. In dem Video werden neben einem Augenzeugen erstmals auch Drohnenaufnahmen und Dokumente gezeigt.

    Putins Palast
    Das Bild aus einem vom russischen Oppositionellen Alexej Nawalny produzierten Youtube-Video zeigt eine Drohnenansicht eines Anwesens an der Schwarzmeerküste. Putin soll mehr als 35 Mal von einem Spezialisten auf seinen privaten Anwesen empfangen worden sein. - dpa

    Fragen von Journalisten, warum das riesige Gelände unter dem Schutz des Inlandsgeheimdienstes FSB und des staatlichen Wach- und Sicherheitsdienstes FSO stehe, beantwortete Peskow nicht. Er verwies dazu an die Stellen, die sich zunächst dazu nicht äusserten.

    Proteste dauern an

    Ungeachtet der grossen Resonanz auf das Enthüllungsvideo bekannte sich bisher niemand zum Palast. Nawalny hatte den Palast als den grössten Korruptionsskandal der russischen Geschichte und als einen Staat im Staat bezeichnet. Nawalnys Team nannte als wichtigsten Erfolg der Recherche, dass Putin niemals dort werde leben können.

    alexej nawalny
    Nach der Verhaftung Nawalnys kam es in Russland zu Demonstrationen. - AFP

    Neben der Inhaftierung Nawalnys war auch das Video einer der Auslöser der Massenproteste am vergangenen Wochenende. Kremlsprecher Peskow warf den Demonstranten «beispiellose Aggressivität» gegen russische Sicherheitskräfte vor. Zugleich räumte er ein, dass es «traurige Momente mit unbegründeter Grobheit von Vertretern der Ordnungsorgane gab». Diese würden auch verfolgt.

    Bei den Protesten am Samstag hatte es viele Verletzte und mehr als 3700 Festnahmen gegeben. Zehntausende Menschen hatten landesweit «Freiheit für Nawalny!» gefordert.

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