Japans Wirtschaft geringer gewachsen als erwartet

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    Japans Wirtschaft legt im dritten Quartal in Folge zu. Doch ein Rückgang der wichtigen Verbraucherausgaben sowie der Kapitalinvestitionen der Unternehmen dämpfen die Aussichten.

    Der in Yokohama südlich von Tokio. Ein unerwartet starker Rückgang der Investitionen wie auch der Verbraucherausgaben trüben die Aussichten der vor Deutschland drittgrössten Volkswirtschaft der Welt.
    Der in Yokohama südlich von Tokio. Ein unerwartet starker Rückgang der Investitionen wie auch der Verbraucherausgaben trüben die Aussichten der vor Deutschland drittgrössten Volkswirtschaft der Welt. - Koji Sasahara/AP/dpa

    Japans Wirtschaft ist im zweiten Quartal weniger deutlich gewachsen als erwartet.

    Wie die Regierung am Freitag auf Basis revidierter Daten bekanntgab, stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zwischen April und Juni auf das Jahr hochgerechnet um 4,8 Prozent. Die amtlichen Statistiker hatten zunächst ein Wachstum von 6,0 Prozent errechnet. Damit setzte sich zwar der Aufschwung im dritten Quartal in Folge fort. Doch ein unerwartet starker Rückgang der Investitionen wie auch der Verbraucherausgaben trüben die Aussichten der vor Deutschland drittgrössten Volkswirtschaft der Welt.

    Verbraucher bekommen steigende Preise zunehmend zu spüren

    Zu dem Wachstum trugen starke Autoexporte und eine Erholung des Tourismus von der Corona-Pandemie bei. Im Vergleich zum Vorquartal stieg Japans BIP jedoch nur um 1,2 Prozent und nicht wie zunächst errechnet um 1,5 Prozent. So waren die Kapitalinvestitionen der Unternehmen um 1,0 Prozent gesunken und nicht wie zunächst berechnet um 0,03 Prozent gestiegen. Hinzu kam, dass der private Verbrauch, der mit rund 60 Prozent am meisten zur Wirtschaftsleistung des Landes beiträgt, im Vergleich zum Vorquartal um 0,6 Prozent statt 0,5 Prozent zurückging.

    Die Verbraucher bekommen nach Ansicht von Ökonomen zunehmend die Auswirkungen der steigenden Preise zu spüren. Zwar gaben Japans Verbraucher mehr Geld für Restaurantbesuche und Reisen aus, nachdem die Corona-Restriktionen aufgehoben worden waren. Die anhaltende Inflation belastet die Verbraucher jedoch bei Ausgaben für Verbrauchsgüter wie Lebensmittel und Produkte des täglichen Bedarfs.

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