Irans Geheimdienst meldet Festnahmen in Kurdengebieten

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    Der Todestag von Mahsa Amini jährt sich zum ersten Mal. Im Iran gibt es Proteste, die Behörden reagieren mit Festnahmen.

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    Mahsa Amini wurde nur 22 Jahre alt. - imago/HBLnetwork

    Das Wichtigste in Kürze

    • Laut dem iranischen Geheimdienst wurden in Kurdengebieten mehrere Menschen festgenommen.
    • Die Verhaftungen stehen in Zusammenhang mit dem Todestag von Mahsa Amini.

    Irans Geheimdienst hat laut einem Bericht mehrere Festnahmen in den Kurdengebieten gemeldet. In den frühen Morgenstunden seien mehrere Personen festgenommen worden, die Fotos und Videos von Geschäften aufgenommen hätten, berichtete die Nachrichtenagentur Tasnim am Samstag. Tasnim gilt als Sprachrohr der iranischen Revolutionsgarden (IRGC). «Diese Personen versuchten, Unsicherheit zu schaffen, und wurden von den Sicherheits- und Geheimdiensten der Provinz Kurdistan festgenommen.»

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    Am Freitag hatten Bewohner der Kurdenregionen angekündigt, mit Ladenschliessungen anlässlich des ersten Todestags der Protestikone Jina Mahsa Amini ihren Unmut kundtun zu wollen.

    Heimatort von Mahsa Amini abgeriegelt

    Aufrufe zu Strassenprotesten gab es aus Sorge vor einem erneut gewaltsamen Vorgehen der Sicherheitskräfte zunächst nicht. In den Kurdengebieten herrschte unterdessen Ausnahmezustand. Aminis Heimatort Saghes wurde vor ihrem Todestag abgeriegelt. Auch in anderen Städten traf der Machtapparat Vorkehrungen gegen mögliche neue Proteste.

    An diesem Samstag jährt sich erstmals der Tod Aminis, der im Herbst 2022 die schwersten Aufstände im Iran seit Jahrzehnten ausgelöst hatte. Islamische Sittenwächter hatten die damals 22-Jährige wegen eines angeblich nicht richtig getragenen Kopftuchs festgenommen. Was genau danach geschah, ist bis heute ungeklärt – letztlich fiel die junge Frau ins Koma und starb in einem Krankenhaus.

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