IAEA-Chef wirft Iran «sehr schweren Schlag» gegen Atominspektoren vor

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    Der Iran lässt kaum noch Atominspektoren in ihr Land. Dem Chef der Internationalen Atomenergiebehörde Rafael Grossi passt das nicht.

    Rafael Grossi
    IAEA-Chef Grossi fordert im Israel-Iran-Konflikt Zurückhaltung, da die Eskalation Diplomatie zur Verhinderung iranischer Atomwaffen behindert. (Archivbild) - keystone

    Die Ablehnung mehrerer Atominspektoren durch den Iran hat die Überwachung des iranischen Nuklearprogramms laut der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) deutlich eingeschränkt.

    Teherans Entscheidung, die erfahrensten IAEA-Spezialisten nicht mehr ins Land zu lassen, sei ein «sehr schwerer Schlag» für die Kapazitäten der Behörde, beklagte IAEA-Chef Rafael Grossi am Mittwoch in Wien.

    Streit bereits Thema gewesen

    Grossi hatte den Streit um die Inspektoren bereits vorige Woche in einem Bericht an IAEA-Mitgliedsländer thematisiert. Am Mittwoch sprach er am Rande einer IAEA-Konferenz öffentlich über das Problem. Ein Drittel der erfahrensten Inspektoren, die dem Iran zugeteilt seien, könne nun nicht mehr im Iran arbeiten, sagte Grossi, ohne genaue Zahlen zu nennen.

    Wie die Deutsche Presse-Agentur aus westlichen diplomatischen Kreisen erfuhr, hat Teheran vor allem IAEA-Experten für Uran-Anreicherung abgelehnt.

    Teheran bestreitet Vorwürfe

    Wie aus Grossis jüngstem Iran-Bericht hervorgeht, verfügt der Iran bereits über 128 Kilogramm an hoch angereichertem Uran mit einem fast atomwaffentauglichen Reinheitsgrad. Für eine Atombombe sind laut Experten etwa 50 Kilogramm nötig.

    Teheran bestreitet, Atomwaffen bauen zu wollen. Der Iran ignoriert seit 2019 ein internationales Abkommen zur Eindämmung seines Nuklearprogrammes, nachdem die Vereinigten Staaten ein Jahr zuvor aus dem Pakt ausgestiegen waren.

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