Israel entlässt 200 palästinensische Häftlinge

    Keystone-SDA
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    Nach der Freilassung von vier israelischen Geiseln durch die Hamas beginnt Israel mit der Entlassung von 200 Palästinenser aus Haft.

    Gefängnis Israel
    Israel hat nach der Freilassung weiterer Geiseln 200 Häftlinge freigelassen. - EPA/ALAA BADARNEH

    Nach der Freilassung von vier israelischen Geiseln durch die Hamas hat Israel gemäss dem Gaza-Abkommen Berichten zufolge damit begonnen, 200 Palästinenser aus der Haft zu entlassen. Palästinensischen Angaben zufolge wurden rund 130 Häftlinge nach Ramallah im Westjordanland gebracht. Dort warten demnach ihre Familien auf sie.

    Rund weitere 70 palästinensische Gefangene seien auf dem Weg nach Ägypten. Sie werden gemäss dem Abkommen wegen ihrer schweren Straftaten ins Ausland gebracht. Die israelische Zeitung «Haaretz» berichtete, die Häftlinge seien am Grenzübergang Kerem Schalom im südlichen Gazastreifen angekommen.

    Von dort sollen sie zum Grenzübergang Rafah gebracht und nach Ägypten überstellt werden, meldete der staatsnahe ägyptische Fernsehsender Al-Kahira. Viele werden von dort aus Berichten zufolge in andere Staaten wie Katar und die Türkei weiterreisen.

    Teil des Waffenstillstandsabkommens

    Das Abkommen sieht vor, dass Israel für jede freigelassene Soldatin 50 palästinensische Gefangene aus israelischen Gefängnissen entlässt, darunter 30 Personen, die eine lebenslange Haftstrafe verbüssen. Unter den am Samstag freikommenden Häftlingen ist israelischen Medien zufolge auch Wael Kassem, der an Bombenanschlägen in Israel mit Dutzenden Toten beteiligt gewesen sein soll.

    Zuvor hatte die Hamas im Zuge einer Waffenruhe-Vereinbarung vier im Gazastreifen festgehaltene israelische Soldatinnen freigelassen. Die Waffenruhe, auf die sich Israel und die Hamas vor zehn Tagen geeinigt haben, soll zunächst sechs Wochen dauern.

    Sie trat vergangenen Sonntag in Kraft. Vor knapp einer Woche hatte die Hamas bereits drei aus Israel verschleppte Zivilistinnen freigelassen im Austausch für 90 palästinensische Häftlinge.

    Insgesamt sollen innerhalb der sechs Wochen 33 Geiseln und im Gegenzug 1.904 palästinensische Häftlinge freikommen.

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    Kommentare

    User #2841 (nicht angemeldet)

    Und der Westen Feiert diesen ungerechten Handel.

    User #5451 (nicht angemeldet)

    So nicht, das ist unfair und verachtend. Eins zu eins ist fair und gerecht, alles andere ist korrupt und kriminell. Wie soll dan die Politik noch glaubwürdig sein!

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