Gefährliches Lassafieber verbreitet sich in Nigeria

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    Genève,

    In Nigeria ist das gefährliche Lassafieber ausgebrochen. Binnen zwei Wochen hat sich die Zahl der erkrankten Menschen mehr als verdoppelt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht inzwischen von mehr als 1000 Fällen aus.

    In Nigeria steigt die Zahl der Lassafieber-Patienten stark.
    In Nigeria steigt die Zahl der Lassafieber-Patienten stark. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • In Nigeria steigt die Zahl der Lassafieber-Patienten weiter an.
    • Inzwischen soll es mehr als 1000 vermutete Fälle geben.
    • Lassafieber gehört wie das Marburgfieber zu den viralen hämorrhagischen Fiebern.

    Die Zahl der am gefährlichen Lassafieber erkrankten Menschen in Nigeria hat sich innerhalb von zwei Wochen mehr als verdoppelt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht inzwischen von 1081 vermuteten Fällen aus. 317 seien im Labor bestätigt worden. Am 14. Februar waren es erst 450 vermutete Fälle. Damit seien schon Ende Februar mehr bestätigte Fälle von Lassafieber aktenkundig als im Gesamtjahr 2017, sagte ein WHO-Sprecher am Dienstag in Genf.

    Inzwischen seien 90 Menschen gestorben, in 64 Fällen sei Lassafieber als Todesursache im Labor nachgewiesen worden. Lassa zählt wie Ebola und Dengue-Fieber zu den hämorrhagischen – mit Blutungen einhergehenden – Fiebern. Es wird vor allem durch Nahrungsmittel und Haushaltsgegenstände übertragen, die mit Urin und Kot von Ratten verseucht sind. Die Viruserkrankung ist bei Kontakt mit den Ausscheidungen infizierter Personen hochansteckend.

    Lassafieber komme zwar jedes Jahr in mehreren westafrikanischen Ländern vor, aber die hohe Zahl der Fälle sei sehr besorgniserregend, sagte der Sprecher. Die WHO hilft, Pfleger und Ärztinnen im Umgang mit Lassa-Patienten zu schulen und hat unter anderem Schutzkleidung nach Nigeria geschickt.

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