Explosion: Südkorea vermutet von Nordkorea verlegte Mine
Südkoreas Verteidigungsminister Kang Shin Chul geht nach einer Minenexplosion mit drei verletzten Soldaten davon aus, dass diese durch eine von Nordkorea verlegte Landmine ausgelöst wurde.

Es sei hingegen sehr unwahrscheinlich, dass die Mine durch Niederschläge an den Explosionsort gespült worden sei, sagte Kang laut Südkoreas amtlicher Nachrichtenagentur Yonhap.
Der Vorfall hatte sich am 21. September in der demilitarisierten Zone (DMZ) zugetragen, welche die zwei Koreas voneinander trennt. Bei der Explosion sind zwei südkoreanische Soldaten schwer verletzt worden und ein weiterer leicht. Im Zuge einer noch laufenden Untersuchung wurden nahe dem Ort der Explosion mehrere Minen gesichtet. Dabei handelt es sich laut Verteidigungsminister Kang wahrscheinlich um Minen, die Nordkorea im Zuge seiner Bemühungen zur Grenzsicherung verlegt habe.
Bereits zuvor hatte Kang angekündigt, dass man «angemessene, substanzielle und entsprechende» Massnahmen ergreifen werde, sollte bestätigt werden, dass die jüngste Explosion im Grenzgebiet durch von Nordkorea verlegte Landminen verursacht wurde. Details zu potenziellen Gegenmassnahmen sind bislang nicht bekannt.
Für die südkoreanische Regierung ist die Angelegenheit politisch heikel. Erst vor einer Woche hatte Präsident Lee Jae Myung bei der UN-Generaldebatte für eine Wiederaufnahme des Dialogs zwischen den USA und Nordkorea geworben. In einem Interview mit der «New York Times» sprach sich Lee zudem für eine Lockerung von Sanktionen aus, sollte Nordkorea die Entwicklung seines Atomwaffenprogramms einfrieren.
Nordkorea hat seine Grenzsicherung seit 2024 deutlich verstärkt. Nach Angaben des südkoreanischen Militärs hat Pjöngjang unter anderem Landminen verlegt, Stacheldrahtzäune verstärkt und Panzerabwehrsperren errichtet.
Nord- und Südkorea befinden sich seit dem Ende des Koreakriegs (1950-53) formal weiterhin im Kriegszustand, da bislang kein Friedensvertrag unterzeichnet wurde. Die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel haben in den vergangenen Jahren wieder deutlich zugenommen.














