Europäische Geiseln aus Niger sollen freigelassen werden

    Keystone-SDA
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    Libyen,

    Mehr als anderthalb Jahre nach ihrer Entführung im Niger sollen zwei Europäerinnen nach Angaben aus Libyen freigelassen worden sein. Die Österreicherin und die Schweizerin seien an den Flughafen in der ostlibyschen Stadt Bengasi gebracht worden, bestätigten Kreise der Medienabteilung der sogenannten Libyschen Nationalarmee (LNA) der dpa.

    ARCHIV - Eine leere Straße in Agadez (Niger). Foto: Kristin Palitza/dpa/Archivbild
    ARCHIV - Eine leere Straße in Agadez (Niger). Foto: Kristin Palitza/dpa/Archivbild - Keystone/dpa/Kristin Palitza

    Es gebe ermutigende Informationen, was das Schicksal der im Januar 2025 entführten Österreicherin angehe, hiess es aus dem österreichischen Aussenministerium. Der komplexe Prozess der Freilassung und Übergabe sei jedoch noch nicht positiv abgeschlossen.

    Die Freilassung sei durch das Eingreifen von Saddam Haftar, dem stellvertretenden Oberbefehlshaber der LNA, ermöglicht worden, hiess es aus Libyen. Er habe auf Bitten der Familien der beiden Frauen gehandelt. Libysche Spezialeinheiten hätten ihren Transport nach Libyen abgesichert.

    Weitere Einzelheiten zu den Umständen der Freilassung wurden zunächst nicht bekannt.

    Frauen lebten seit Jahren im Niger

    Die Österreicherin war im Januar 2025 aus ihrem Haus in der nigrischen Wüstenstadt Agadez verschleppt worden, die Schweizerin im April 2025 ebenfalls aus ihrem dortigen Zuhause. Beide Frauen hatten seit vielen Jahren in dem westafrikanischen Land gelebt und sich unter anderem in Bildungs- und Entwicklungsprojekten engagiert. Agadez liegt nordöstlich der Hauptstadt Niamey und galt trotz der Konflikte in der Region lange als sicher.

    Sicherheitskreisen zufolge sollen Mittelsmänner die Frauen entführt und anschliessend im benachbarten Mali an Dschihadisten der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in der Sahelzone übergeben haben.

    Gespaltenes Libyen, gefährliche Sahelzone

    Libyen ist politisch und militärisch gespalten. Saddam Haftar ist der jüngste Sohn von Chalifa Haftar, Kommandeur der selbst ernannten LNA. Diese versuchte zuletzt 2020, die libysche Hauptstadt Tripolis im Westen einzunehmen. Während Haftar mit seiner Familie und Verbündeten vor allem den Osten und Süden des Landes beherrscht, sitzt in Tripolis die international anerkannte Regierung von Abdel Hamid Dbaiba. Bis heute ringen die beiden Regierungen, unzählige Milizen sowie ausländische Staaten um Ressourcen und Macht in dem ölreichen Wüstenstaat.

    Das Dreiländereck der Sahel-Staaten Mali, Burkina Faso und Niger gilt wegen der Ausbreitung islamistischer Terrorgruppen als eine der gefährlichsten Regionen der Welt. Im Niger hat sich die Sicherheitslage zuletzt deutlich verschlechtert.

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    Kommentare

    User #3970 (nicht angemeldet)

    was machen 2 ältere Damen im Niger ? Bleibt gefälligst dort und ja nicht in die Schweiz kommen

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