EU

    EU-Staaten: Beitrittsgespräche mit Ukraine und Moldau

    DPA
    DPA

    Deutschland,

    Die Mitgliedstaaten der EU haben sich auf einen Start von Beitrittsgesprächen mit der Ukraine und Moldau geeinigt.

    aasd
    Ukrainerinnen und Ukrainer sollen in der EU bis zum 4. März 2028 vorübergehenden Schutz erhalten. (Symbolbild) - keystone

    Die EU-Staaten haben sich grundsätzlich auf den Start von Beitrittsgesprächen mit der Ukraine und Moldau geeinigt. Das teilte die belgische Ratspräsidentschaft am Freitag in Brüssel mit. Die Entscheidung soll kommende Woche auf einem EU-Ministertreffen formell abgesegnet werden.

    Eigentlich wollten die EU-Länder bei dem Treffen ihrer ständigen Vertreter an diesem Freitag über ein 14. Sanktionspaket gegen Russland sprechen. Deutschland hatte jedoch zuvor Bedenken gegen die Pläne geäussert, die noch nicht aus dem Weg geräumt wurden.

    Die jetzige Einigung auf den Start von Beitrittsgesprächen mit der Ukraine und Moldau ist ein wichtiges Zeichen – insbesondere in Richtung Kiew. Am Samstag startet die Ukraine-Friedenskonferenz in der Schweiz. Ziel des Gipfels ist es, eine möglichst breite internationale Unterstützung für den ukrainischen Friedensplan mit einem vollständigen Abzug Russlands vom ukrainischen Territorium zu gewinnen.

    Kommission sieht Bedingungen für Beitrittsverhandlungen als erfüllt an

    Die EU-Kommission hatte bereits vor einer Woche mitgeteilt, dass sie alle Voraussetzungen für den Beginn von EU-Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine und Moldau als erfüllt ansieht. Dazu gehörten unter anderem Massnahmen zur Korruptionsbekämpfung, für einen besseren Schutz von nationalen Minderheiten und zur Einschränkung des politischen Einflusses von Oligarchen.

    Der Beginn von Beitrittsgesprächen mit der von Russland angegriffenen Ukraine und deren kleinem Nachbarstaat Moldau war bereits bei einem EU-Gipfel im Dezember grundsätzlich beschlossen worden. Gleichzeitig wurde aber vereinbart, dass vor dem Verhandlungsstart alle Reformauflagen erfüllt sein müssen. Voraussetzung war zudem, dass alle EU-Staaten dem sogenannten Verhandlungsrahmen zugestimmt haben, mit dem Leitlinien und Grundsätze für die Beitrittsgespräche festgelegt werden.

    Wie lange es bis zum Beitritt dauert, ist offen

    Für die Menschen in der Ukraine gilt die Eröffnung von EU-Beitrittsverhandlungen vor allem als wichtiges Zeichen dafür, dass es sich lohnt, den Abwehrkampf gegen Russland weiter fortzusetzen. Wie lange es nach einem Start der Gespräche bis zum EU-Beitritt dauern könnte, ist völlig offen. Die Türkei etwa wurde bereits 1999 EU-Kandidat – und gilt derzeit unter anderem wegen Rückschritten bei der Rechtsstaatlichkeit weiter von einer Mitgliedschaft entfernt als alle anderen Beitrittskandidaten.

    Theoretisch kann ein Beitrittskandidat auch nie Mitglied werden. Bei der Ukraine gilt es derzeit so auch als ausgeschlossen, dass sie vor dem Ende des russischen Angriffskriegs EU-Mitglied wird. Denn dann könnte Kiew nach Artikel 42, Absatz 7 des EU-Vertrags militärischen Beistand einfordern und die EU wäre Kriegspartei.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    Bachmut
    10 Interaktionen
    Wehrpflichtige
    Kärcher AG
    17 Interaktionen
    40 Leute im Einsatz

    MEHR IN NEWS

    Schimpansen
    1 Interaktionen
    Clevere Affen
    Mona Lisa
    6 Interaktionen
    Anzeige!

    MEHR EU

    Wladimir Putin
    10 Interaktionen
    Oligarchen
    EU-Flagge
    3 Interaktionen
    Luxemburg
    2 Interaktionen
    Dublin

    MEHR AUS DEUTSCHLAND

    VW
    6 Interaktionen
    Wolfsburg
    1 Interaktionen
    Schwerin
    4 Interaktionen
    Schwerin
    weidel
    448 Interaktionen
    Abstiegssorgen