Die Virusvariante «P.1» soll auch immunisierten Menschen Schaden zuführen können. Von der Mutante in Brasilien gehen grosse Gefahren aus.
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Ein Covid-19-Patient wird in der Amazonas-Stadt Manaus behandelt. Die Mutante «P.1» richtet in Brasilien grossen Schaden an. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die in Brasilien entdeckte Coronavirusvariante «P.1» ist gefährlich.
  • Auch immunisierte Menschen können von ihr befallen werden.
  • Ein Epidemiologe warnt, dass Brasilien zur Gefahr für die Welt wird.

Brasilien gilt als eines der am stärksten von Covid-19 getroffenen Länder. Rund 300'000 Menschen verloren wegen dem Virus ihr Leben.

Grund ist einerseits die Coronaleugnerei von Präsident Jair Bolsonaro. Andererseits die seit mehreren Monaten bekannte Mutante «P.1».

Die Variante, zuerst entdeckt in der Stadt Manaus, könne laut Studien auch bereits immunisierte Personen befallen, so die «Luzerner Zeitung». «Die Welt hat das schreckliche Potential von P.1 noch gar nicht begriffen», wird Epidemiologe Eric Feigl-Ding zitiert. Pedro Hallal, brasilianischer Mediziner, warnt: «Brasilien ist eine Bedrohung für die globale Gesundheit.»

Mutante «P.1» richtet in Brasilien grosses Leid an

Im grössten Land Südamerikas sind die Spitäler überlastet. Es droht in mehr als hundert Städten der klinische Sauerstoff auszugehen, wodurch Patienten ersticken. Unter den Toten sind nicht nur ältere, sondern auch viele junge Menschen.

Präsident Jair Bolsonaro zeigte sich zuletzt mit Maske und garantierte Impfungen. Zuvor unternahm er während Monaten wenig gegen Covid-19, wehrte sich gegen Lockdowns und kaufte Vakzine zu spät ein. Mit den rund 300'000 Toten haben in absoluten Zahlen nur die USA mehr Menschenleben am Virus verloren.