Brandfläche in Brasilien: Mehr als fünfmal so gross wie die Schweiz

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    In Brasilien brannten dieses Jahr bereits 22,38 Mio. Hektar Fläche ab. Es ist ein Anstieg um 150 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

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    Brasilien erlebt die schwersten Brände seit 14 Jahren. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • In Brasilien hat 2024 eine Fläche, die fünfmal so gross ist wie die Schweiz, gebrannt.
    • Es ist ein Anstieg um rund 150 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
    • Es sind die schwersten Brände in Brasilien seit 14 Jahren.

    In Brasilien hat es in diesem Jahr bisher auf einer Fläche gebrannt, die mehr als fünfmal so gross ist wie die Schweiz. Insgesamt 22,38 Millionen Hektar Fläche fingen zwischen Januar und September Feuer, wie es in einem Bericht der Initiative «MapBiomas» hiess.

    Dies entspreche einem Anstieg um 150 Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Jahr 2023. Das Netzwerk besteht aus Universitäten, Nichtregierungsorganisationen und Technologieunternehmen und untersucht dazu unter anderem Satellitenbilder.

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    In Brasilien ist dieses Jahr eine riesige Fläche abgebrannt. - keystone

    Mehr als die Hälfte der verbrannten Fläche lag demnach im Amazonasgebiet. Allein im September wurden dort 5,5 Millionen Hektar, mehr als die Fläche der Schweiz, verbrannt – ein Sprung von 196 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.

    «Die Trockenzeit im Amazonasgebiet, die normalerweise von Juni bis Oktober dauert, war in diesem Jahr besonders heftig und hat die Brandkrise in der Region weiter verschärft», sagte Ane Alencar von «MapBiomas». Der Amazonas-Regenwald gilt als CO2-Speicher und hat eine wichtige Funktion im internationalen Kampf gegen den Klimawandel.

    Schwerste Brände seit 14 Jahren

    Der Cerrado – Brasiliens Wasserreservoir und Heimat von etwa fünf Prozent aller Tier- und Pflanzenarten auf dem Planeten – war im September mit 4,3 Millionen Hektar das Biom, das flächenmässig am zweitstärksten von Bränden betroffen war. Dort sei ein Anstieg um 158 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zu verzeichnen.

    Im Pantanal, dem grössten Feuchtgebiet der Welt, verbrannte im September eine Fläche von knapp 318'000 Hektar – ein Anstieg um 662 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.

    In Brasilien wüten seit Jahresbeginn laut Daten des für die Satellitenüberwachung zuständigen Instituts für Weltraumforschung (Inpe) die schwersten Brände seit 14 Jahren.

    Nach Angaben der Umweltschutzorganisation WWF sind die Hauptgründe dabei gezielte Brandstiftungen. Meist werden zunächst die Bäume gefällt und die abgeholzten Flächen dann in Brand gesteckt, um neue Weideflächen und Ackerland für den Soja-Anbau zu schaffen. Geraten diese Feuer ausser Kontrolle, können riesige Flächenbrände entstehen. Verschärft wird die Lage in diesem Jahr zudem von einer schweren Dürre.

    Kommentare

    User #1956 (nicht angemeldet)

    Und jetzt was . Das ist der Wirtschaft egal es muss weiter produziert werden bis die Welt untergeht.

    User #1900 (nicht angemeldet)

    Solange die Flächen brennen gelassen werden, um sich nachher wieder selber zu regenerieren ist alles in Ordnung.

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