77 Lkws mit Hilfsgütern in Gaza gestürmt

    Keystone-SDA
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    Palestina,

    Hungernde Bewohner des Gazastreifens haben 77 Lastwagen mit Hilfsgütern des UN-Welternährungsprogramms gestürmt und geplündert.

    Gaza Hilfsgüter
    Die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa meldete unter Berufung auf Augenzeugen Angriffe auf die Menge auch mit Artilleriefeuer und Kampfflugzeugen. (Archivbild) - EPA

    Eine grosse Zahl hungernder Menschen hat im Gazastreifen 77 Lastwagen mit Hilfsgütern des UN-Welternährungsprogramms (WFP) auf dem Weg zu den Verteilungszentren gestoppt, gestürmt und geplündert. Das teilte die Organisation mit Sitz in Rom auf der Plattform X mit. Nach einer fast 80-tägigen Blockade des abgeriegelten Küstenstreifens durch Israel würden die Bewohner «nicht mehr einfach nur zusehen, wie Nahrung an ihnen vorbeifährt», hiess es in der Mitteilung.

    Um das Vertrauen in die Hilfslieferungen und ihre sachgemässe Verteilung wiederherzustellen, müsse der Gazastreifen jetzt «mit Nahrungsmitteln geflutet werden», so das WFP. Die Organisation sei dazu in der Lage. «Wir haben genügend Nahrung (auf Lager), um alle 2,2 Millionen Bewohner (des Gazastreifens) zwei Monate lang zu versorgen», hiess es in dem Beitrag weiter. Dazu bedürfe es aber sicherer Verkehrswege im Gazastreifen, schnellerer Genehmigungsverfahren auf der israelischen Seite und letztlich einer Waffenruhe in dem seit fast 20 Monaten anhaltenden Gaza-Krieg.

    Israel lockert Blockade geringfügig

    Nach einer mehrmonatigen Blockade von Hilfslieferungen lässt Israel seit einigen Tagen geringfügig wieder Güter in den abgeriegelten Küstenstreifen zu. Durch die Blockade sollte der Druck auf die Hamas erhöht werden, die verbliebenen Geiseln freizulassen. Zudem beschuldigte die Regierung die Hamas, Hilfsgüter zu stehlen, um damit Geld zu machen, was diese bestreitet.

    In erster Linie ist Israel nun bestrebt, die Hilfslieferungen in den Gazastreifen nicht mehr über UN-Organisationen und andere unabhängige Akteure abwickeln zu lassen, sondern über eine umstrittene Stiftung, die von den USA unterstützt wird.

    Gaza-Stiftung für humanitäre Hilfe im Fokus

    Die Gaza-Stiftung für humanitäre Hilfe (GHF) richtete zu Wochenbeginn einige wenige Verteilungszentren im Süden des Gebiets ein, über die sie nach eigenen Angaben 3,8 Millionen Mahlzeiten verteilt haben will. Beobachter sprachen von teilweise chaotischen Szenen im Umfeld dieser Zentren. Die UN-Organisationen bezweifeln, dass die neue Stiftung in der Lage sei, die Bevölkerung des Gazastreifens angemessen zu versorgen.

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    Kommentare

    User #2759 (nicht angemeldet)

    Lol ^^ usaid einsparen vielleicht doch so keine schlechte idee gewesen hmmm ;)

    User #2841 (nicht angemeldet)

    Die Lagerräume der Hamas sind rand voll und die Bevölkerung hungert.

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