Wirbel um Austins Klinikaufenthalt - Pentagon will Abläufe prüfen

    Keystone-SDA
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    Der US-Verteidigungsminister Austin hielt seinen Spitalaufenthalt lange geheim. Das Pentagon hat nun eine interne Untersuchung eingeleitet.

    Lloyd Austin
    Lloyd Austin ist Verteidigungsminister der USA. - Boris Roessler/dpa

    Nach heftiger Kritik an US-Verteidigungsminister Lloyd Austin wegen der Geheimhaltung seines Krankenhausaufenthalts hat das Pentagon interne Untersuchungen eingeleitet. Der in dem Ministerium für die Überwachung von Abläufen zuständige Inspekteur werde noch in diesem Monat damit beginnen, die von Austin ergriffenen Massnahmen im Zusammenhang mit der Klinikeinweisung zu überprüfen, teilte das Pentagon am Donnerstag mit.

    Es solle geklärt werden, ob die Richtlinien des Ministeriums ausreichten, um sicherzustellen, dass im Falle von Krankheit die Zuständigkeiten geklärt seien und Benachrichtigungsketten funktionierten.

    Weisses Haus kritisiert Austins Verhalten

    Austin hatte am Dienstag eine Prostatakrebserkrankung öffentlich gemacht. US-Präsident Joe Biden erfuhr nach Angaben des Weissen Hauses aber erst wenige Stunden vor der Öffentlichkeit von der Diagnose. Dabei war die Erkrankung nach Angaben von Austins Ärzten bereits Anfang Dezember festgestellt worden. Kurz vor Weihnachten unterzog er sich deshalb einem Eingriff. Anfang Januar traten Komplikationen auf, weshalb sich der 70-Jährige noch immer im Krankenhaus befindet.

    Das Weisse Haus äusserte deutliche Kritik an der Informationspolitik des Pentagon-Chefs und ordnete an, die Abläufe für solche Fälle überprüfen zu lassen.

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