USA zeigen sich an rascher Lösung mit der Schweiz interessiert

    Keystone-SDA
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    USA,

    Karin Keller-Sutter und Guy Parmelin sind nach Washington gereist, um Trumps Zollhammer abzuwenden. Jetzt gibt es gute Nachrichten.

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    Karin Keller-Sutter und Guy Parmelin sind nach Washington gereist. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Karin Keller-Sutter hat sich mit US-Finanzminister Bessent getroffen.
    • Es wurde vereinbart, dass eine gemeinsame Absichtserklärung erarbeitet wird.
    • Die USA wollen demnach mit der Schweiz eine Lösung in der Zollfrage finden.

    Gute Nachrichten hat Bundespräsidentin Karin Keller-Sutter von ihren Treffen mit US-Vertretern am Donnerstag in Washington mitgebracht: Die Schweiz ist in einer Gruppe von 15 Ländern, mit denen die USA rasch eine Lösung in der Zollfrage finden will.

    Die globale Handelskrise hatte US-Präsident anfangs April mit angedrohten Strafzöllen vom Zaun gebrochen.

    US-Präsident Trump
    US-Präsident Donald Trump hatte pauschale Zusatzzölle von 39 Prozent auf Produkte aus der Schweiz verhängt. - keystone

    Es aber sei klar spürbar gewesen, dass auch seitens der USA ein Interesse bestehe mit wichtigen Handelspartnern Verhandlungen aufzunehmen, sagte Keller-Sutter vor Medienvertretern am Donnerstagabend (Ortszeit) in Washington. «Und zu diesen wichtigen Handelspartnern gehören wir», ergänzte sie.

    Treffen mit US-Finanzminister

    Im Gespräch mit US-Finanzminister Scott Bessent habe man vereinbart, dass eine gemeinsame Absichtserklärung erarbeitet werde, die dann hoffentlich rasch in ein Verhandlungsmandat münde. «Die Wirtschaft kann auch mit schlechten Lösungen und schlechten Gesetzen leben. Womit sie nicht leben kann, ist Unsicherheit», sagte die Bundespräsidentin.

    Scott Bessent
    Scott Bessent nahm am 9. April vor den Medien zur Aussetzung der Zölle Stellung. - keystone

    Einen Fahrplan mit spezifischen Daten gebe es nicht, sagte Keller-Sutter in der Sendung «Heute Morgen» des Schweizer Radio und Fernsehens (SRF) vom Freitagmorgen. Man dürfe nicht vergessen, dass es um Arbeitsplätze und Einkommen in der Schweiz gehe, sagte sie zu SRF weiter. Deshalb müsse eine Lösung gefunden werden.

    Als wichtigen Fortschritt bezeichnete die Finanzministerin vor den Medien auch, dass die US-Regierung eine Stelle eingerichtet habe, die die Kontakte des Finanzministeriums und des Wirtschaftsministeriums mit der Schweizer Regierung koordiniere. «Das war vorher alles etwas schwierig, weil man nicht genau wusste, wer was zu sagen hat und wo sich was abspielt», sagte die Bundespräsidentin.

    Verstärkte Zusammenarbeit zur Reindustrialisierung der USA

    Keller-Sutter und Bundesrat Guy Parmelin vertreten die Schweiz gemeinsam an der Frühlingstagung des Internationalen Währungsfonds IWF und der Weltbank in Washington. Parmelin sagte nach seinem Treffen mit dem US-Handelsbeauftragten Jamieson Greer, die Schweiz habe den USA durchaus einiges zu bieten.

    Keller-Sutter Parmelin
    Karin Keller-Sutter und Guy Parmelin sind in die USA gereist. Bei bilateralen Treffen soll es um die ausgesetzten Strafzölle gehen. - keystone

    So seien die Amerikaner an grösseren Investitionen von Schweizer Unternehmen zur Reindustrialisierung der USA interessiert und wünschten eine stärkere Zusammenarbeit in den Bereichen Pharma und Bio-Tech.

    Zudem interessiere sich die US-Regierung stark für das in der Schweiz übliche duale Bildungssystem. Der Wirtschaftsminister kündigte einen baldigen Besuch der amerikanischen Erziehungsministerin Linda McMahon in der Schweiz an, die mehr darüber erfahren wolle.

    Kommentare

    User #9872 (nicht angemeldet)

    So schnell wird es auch mit EU. Wir zahlen,die entscheiden.

    User #2107 (nicht angemeldet)

    Wie wäre es mit Sanktionen? 50% Gebühren auf amerikanische Gelder in der Schweiz?

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