US-Journalisten beschweren sich über Behinderung durch Polizei

    Keystone-SDA
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    USA,

    Mehrere Journalisten haben sich am Samstag über eine Behinderung ihrer Berichterstattung über den erschossenen Afroamerikaner Daunte Wright beschwert.

    Ein Polizist setzt Pfefferspray ein
    Ein Polizist setzt Pfefferspray ein - AFP

    Das Wichtigste in Kürze

    • Mehrere US-Journalisten haben sich über die Polizei beschwert.
    • Diese hätte sie in der Berichterstattung über Daunte Wright behindert.
    • Wright wurde vergangene Woche von der Polizei erschossen.

    Mehrere Journalisten haben sich am Samstag über die Polizei beschwert. Bei einer Protestveranstaltung nahe Minneapolis setzten die Beamten demnach Pfefferspray gegen Medienvertreter ein. Dies obwohl diese sich eindeutig zu erkennen gegeben hatten.

    Den Journalisten wurde zudem untersagt, sich an dem Ort aufzuhalten, wo die Polizei in Gewahrsam genommene Demonstranten festhielt. Sie mussten sich von den Beamten fotografieren lassen und ihre Ausweispapiere abgeben.

    Polizei will Rechte von Medienschaffenden wahren

    Bereits einige Tage zuvor hatten sich Journalisten über das Vorgehen der Polizei beschwert. Daraufhin erliess ein Gericht in dem Vorort Brooklyn Center eine einstweilige Verfügung gegen die Sicherheitskräfte.

    daunte wright
    Angie Golson, Grossmutter von Daunte Wright, trauert um ihr Enkelkind während einer Pressekonferenz vor dem Hennepin County Government Center. Foto: Leila Navidi/Star Tribune/AP/dpa - sda - Keystone/Star Tribune/AP/Leila Navidi

    Demnach ist es der Polizei untersagt, «jeden Menschen, von dem sie weiss, dass er ein Journalist ist, zu verhaften». Verboten sei auch der Einsatz von körperlicher Gewalt oder «chemischen Mittel» wie Pfefferspray gegen Journalisten.

    Die Polizeibehörde von Minnesota erklärte am Samstag, dass sie «weiterhin die Rechte der Medien zur Berichterstattung über die Proteste» respektiere. Man wolle Journalisten oder deren Ausweise nicht mehr fotografieren.

    Aus Versehen erschossen

    Der Tod des 20-jährigen Afroamerikaners Wright im nahe Minneapolis gelegenen Brooklyn Center hatte bei zahlreichen Menschen für Empörung gesorgt. Eine weisse Polizistin hatte Wright offenbar versehentlich erschossen, als sie ihre Dienstwaffe mit ihrer Elektroschockpistole verwechselte. Der Fall sorgte in dem Vorort für tagelange Proteste.

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