US-Einwanderungsbehörde: Asylentscheidungen vorerst gestoppt

    Keystone-SDA
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    Die USA setzen Asylentscheidungen vorerst aus. Man müsse zuerst sicherstellen, alle Ausländer so gründlich wie möglich kontrollieren zu können.

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    Der Angriff auf zwei Nationalgardisten in Washington führt zu einer Verschärfung der Migrationspolitik in den USA. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die USA stoppen die Entscheidungen über Asylanträge vorerst.
    • Bereits zuvor verkündete Trump einen Aufnahmestopp für Menschen aus «Dritte-Welt-Ländern».
    • Hintergrund sind die Schüsse eines Afghanen auf Nationalgardisten in Washington.

    Nach den Schüssen auf zwei Nationalgardisten in Washington hat die US-Einwanderungsbehörde USCIS verkündet, vorerst alle Asylentscheidungen auszusetzen. Dieser Stopp gelte, bis man sicherstellen könne, dass jeder Ausländer so gründlich wie möglich überprüft und kontrolliert werde, schrieb der Leiter der Behörde, Joseph Edlow, auf der Plattform X und auf Facebook.

    US-Präsident Donald Trump hatte erst einen Tag zuvor einen vollständigen Aufnahmestopp der USA für alle Menschen aus «Dritte-Welt-Ländern» angekündigt. «Ich werde Migration aus allen Dritte-Welt-Ländern dauerhaft stoppen», schrieb er auf seiner Online-Plattform Truth Social. Auf welche Länder genau er sich bezieht und wie und wann er einen solchen Aufnahmestopp durchsetzen will, führte er nicht aus.

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    Die USA stoppen die Asylentscheide vorerst. (Symbolbild) - keystone

    Die US-Einwanderungsbehörde hatte bereits kurz nach dem Vorfall auf Weisung Trumps hin angekündigt, die Green Cards «aller Ausländer aus allen problematischen Ländern» umfassend zu überprüfen. Eine «Green Card» erlaubt es ausländischen Staatsangehörigen, sich dauerhaft in den USA aufzuhalten und zu arbeiten. Betroffen von dem Schritt sind neben Afghanen auch Menschen aus 18 weiteren Ländern wie dem Iran, Libyen, Somalia, dem Jemen, Kuba und Venezuela.

    Am Mittwoch waren zwei Nationalgardisten nur wenige Häuserblöcke vom Weissen Haus entfernt angeschossen worden. Eine Soldatin erlag Trump zufolge ihren Verletzungen, der zweite Nationalgardist kämpft demnach um sein Leben. Der mutmassliche Täter – ein 2021 in die USA eingereister Afghane – wurde festgenommen. Das Motiv für die Tat ist unbekannt.

    Trump bezeichnete Flüchtlinge nach dem Vorfall als Hauptgrund für gesellschaftliche Probleme in den USA. Menschenrechtler warnten davor, den Angriff politisch zu instrumentalisieren.

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