US-Arzneimittelbehörde lässt erste Tablette gegen schweren Haarausfall zu

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    USA,

    Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat eine Tablette gegen schwere Fälle von Haarausfall zugelassen.

    Jada Pinkett Smith (r) und Will Smith
    Jada Pinkett Smith (r) und Will Smith - GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Medikament gegen Athritis und Corona hilft auch gegen Alopezie.

    Die Zulassung des Medikaments Baricitinib werde «dazu beitragen, einen erheblichen ungedeckten Bedarf für Patienten mit schwerer Alopecia areata zu decken», erklärte der für Dermatologie zuständige FDA-Direktor Kendall Marcus am Montag. Baricitinib reguliert Entzündungsreaktionen und ist bislang für die Behandlung von Athritis sowie Corona-Patienten in Krankenhäusern zugelassen.

    Alopezie ist eine Autoimmunerkrankung, die zu starkem Haarausfall führt. Die Krankheit war zuletzt durch den Fall der US-Schauspielerin Jada Pinkett Smith in den Vordergrund gerückt. Deren Ehemann Will Smith hatte bei der Oscar-Verleihung dem Komiker Chris Rock für einen Witz über den kahlen Kopf seiner Frau eine Ohrfeige verpasst. Die Krankheit ist nicht selten; allein in den USA sind jährlich mehr als 300.000 Menschen betroffen.

    Die Zulassung des Medikaments stützt sich auf die Ergebnisse zweier klinischer Studien mit insgesamt 1200 Erwachsenen mit schwerer Alopezie. In jeder Studie wurden die Teilnehmer in drei Gruppen aufgeteilt: eine Gruppe, die nur ein Placebo erhielt, eine zweite Gruppe, die täglich eine Dosis von zwei Milligramm erhielt, und eine dritte Gruppe, die täglich eine Dosis von vier Milligramm erhielt.

    Nach 36 Wochen wuchsen bei fast 40 Prozent der Personen, die die höhere Dosis erhielten, 80 Prozent der Kopfhaare nach. Zum Vergleich: Bei der Gruppe mit der niedrigeren Dosierung waren es nur 23 Prozent, bei der Kontrollgruppe nur fünf Prozent.

    Zu den häufigsten Nebenwirkungen von Baricitinib gehörten Infektionen der oberen Atemwege, Kopfschmerzen, Akne, ein erhöhter Cholesterinspiegel und ein Anstieg eines Enzyms namens Kreatinphosphokinase. Es gibt auch andere Behandlungen gegen schweren Haarausfall, die allerdings als experimentell gelten und keine Zulassung in den USA haben.

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