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    Twitter verpasst Trump-Tweet erneut Warnhinweis

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    USA,

    Twitter kennzeichnet erneut einen Tweet des US-Präsidenten. Der Grund: Donald Trump könnte darin zur illegalen doppelten Stimmabgabe aufrufen.

    Donald Trump
    Donald Trump hat bis heute die Resultate der 2020-Präsidentenwahl nicht akzeptiert. (Symbolbild) - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Twitter hat erneut einen Tweet von Donald Trump mit einem Warnhinweis versehen.
    • Der US-Präsident forderte Wähler dazu auf, zwei Mal wählen zu gehen.

    Twitter hat eine Botschaft von US-Präsident Donald Trump, die als Ermunterung zur doppelten Stimmabgabe bei der Wahl im November verstanden werden könnte, erneut mit einem Warnhinweis versehen.

    Der Tweet verstosse gegen Richtlinien zur Wahrung der Integrität der Wahl, erklärte das Unternehmen. Trumps Tweet war an die Bürger im Bundesstaat North Carolina gerichtet. Der Präsident ermunterte Briefwähler, sich am Tag der Abstimmung trotzdem ins Wahllokal zu begeben, um sich der korrekten Zählung der eigenen Stimme zu versichern. Im Problemfall sollten die Bürger dann vor Ort nochmals abstimmen, damit keine Stimme verloren gehe, schrieb er.

    Doppeltes Wählen illegal

    Twitter verwies darauf, dass es in North Carolina illegal ist, zwei Mal zu wählen. Trump postete seine Botschaft auch auf Facebook. Facebook versah die Nachricht mit dem Hinweis, dass Briefwahl in der Vergangenheit als vertrauenswürdig galt und auch in diesem Jahr keine anderweitigen Prognosen vorlägen.

    Twitter Blue abo
    Ein Nutzer startet die Twitter-App. - Keystone

    Trump kritisiert Briefwahl immer wieder als besonders betrugsanfällig, ohne dafür aber Belege vorzulegen. Der Republikaner hatte bereits Ende vergangenen Monats Briefwähler zum Versuch ermutigt, bei der Wahl im November zusätzlich auch im Wahllokal abzustimmen, und damit für einen Eklat gesorgt.

    Demokraten wollen wegen Corona Briefwahl

    Die Demokraten um den Präsidentschaftskandidaten Joe Biden fordern angesichts der Corona-Pandemie, eine Briefwahl möglichst vielen Amerikanern zu ermöglichen. Trumps ablehnende Haltung könnte auch damit zu tun haben, dass Anhänger der Demokraten Umfragen zufolge eher zur Briefwahl neigen.

    Joe Biden
    Joe Biden, der designierte Präsidentschaftskandidat der US-Demokraten. - dpa

    Nach einer Befragung des Instituts Pew von Ende August würden 58 Prozent der Wähler, die für Biden stimmen wollen, Briefwahl bevorzugen. Das gilt demnach nur für 19 Prozent der Wähler, die ihre Stimme Trump geben wollen.

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