Tulsi Gabbard: Kontroverse um Moskau-Nähe bei Senatsanhörung

    Nikolaus Führmann
    Nikolaus Führmann

    USA,

    Tulsi Gabbard, Donald Trumps Nominierte für den Posten der Geheimdienstdirektorin, steht unter Beschuss. Demokraten werfen ihr Russlandnähe vor.

    Tulsi Gabbard Anhörung
    Tulsi Gabbard. (Archivbild) - Keystone

    Die Senatsanhörung zur Nominierung von Tulsi Gabbard als Nationale Geheimdienstdirektorin schlägt Wellen. Demokratische Senatoren konfrontierten die 43-Jährige mit schwerwiegenden Vorwürfen.

    Vize-Vorsitzender greift Gabbard frontal an

    Mark Warner, führender Demokrat im Geheimdienstausschuss, äusserte sich laut «n-tv» besorgt. «Es scheint mir, dass sie wiederholt die schlimmsten Handlungen unserer Gegner entschuldigt haben», erklärte er.

    Tulsi Gabbard Mark Warner
    Der Demokrat Warner ging im Ausschuss hart mit Tulsi Gabbard ins Gericht. - Keystone

    Warner warf Tulsi Gabbard vor, die Schuld an Konflikten den USA und ihren Verbündeten zuzuweisen. Der Demokrat verwies auf Gabbards frühere Aussagen zum Ukraine-Krieg.

    Die ehemalige Kongressabgeordnete hatte die NATO für den Konflikt mitverantwortlich gemacht. Zudem bestritt sie den Einsatz von Chemiewaffen durch Syriens Machthaber Assad.

    Tulsi Gabbard will «keine Marionette» sein

    Gabbard wehrte sich vehement gegen die Anschuldigungen. «Meine Kritiker sind nur verärgert darüber, dass ich mich weigere, ihre Marionette zu sein», erwiderte sie laut «n-tv».

    Sie versprach, das Amt unparteiisch auszuüben und kündigte an, persönliche Ansichten aussen vor zu lassen.

    Machst du dir Sorgen über eine mögliche, zu grosse Russlandnähe der Trump-Administration?

    «Ich werde mich der Aufgabe verschreiben, Geheimdienstinformationen ohne Einseitigkeit zu liefern», versicherte Gabbard gemäss «Stern». Ihre Zusicherung stiess jedoch auf Skepsis.

    Zweifel an Eignung von Tulsi Gabbard

    Warner äusserte zudem Bedenken bezüglich Gabbards Fähigkeit, das Vertrauen verbündeter Staaten zu gewinnen. Dies sei für den Austausch sensibler Informationen unerlässlich.

    «PBS NewsHour» berichtet, dass Gabbard keine typische Geheimdienstexpertise mitbringt. Ihre militärische Laufbahn und politische Erfahrung werden als unzureichend für den Posten angesehen.

    John Bolton, ehemaliger Nationaler Sicherheitsberater unter Trump, zog einen historischen Vergleich. Laut «Tagesschau» erinnere ihn Gabbards Nominierung an den angeblichen Plan des römischen Kaisers Caligula, sein Pferd zum Konsul zu ernennen.

    Von der Demokratin zur Trump-Verbündeten

    Tulsi Gabbard wurde 1981 in Amerikanisch-Samoa geboren und wuchs in Hawaii auf. Sie diente in der Nationalgarde und im Irak-Krieg, 2013 zog sie als erste Hindu ins US-Repräsentantenhaus ein.

    Tulsi Gabbard Twitter
    Online repostet Tulsi Gabbard Einträge, die sie als Vorbild feiern. - x.com/@TulsiGabbard

    Ursprünglich Mitglied der Demokratischen Partei, wechselte Gabbard 2022 die Seiten. Sie schloss sich den Republikanern an und unterstützte Trump.

    Gabbards Nominierung als Geheimdienstdirektorin bedarf der Zustimmung des Senats, in dem die Republikaner über eine knappe Mehrheit verfügen. Abweichler innerhalb der eigenen Partei könnten Gabbards Ernennung verhindern.

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    Kommentare

    User #4670 (nicht angemeldet)

    Tulsi Gabbard erfüllt mehrere Kriterien für Trump nur ob es ihm recht ist sein Aufmerksamkeits Defizit zum Problem Thema zu sein wird sich noch ausstellen.

    User #5751 (nicht angemeldet)

    Von wegen "keine Marionette sein"...

    Weiterlesen

    Tulsi Gabbard, Kongressabgeordnete der Demokraten aus Hawaii§
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